Diskoschlägerei: Knast für Polizisten

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Sven G.

München - Vier Jahre und neun Monate Gefängnis: So lautet das Urteil für einen Münchner Polizisten. Er war in einer Disko völlig ausgerastet.

Münchens brutalster Polizist muss vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Dabei kam Polizeiobermeister Sven G. (31) vor dem Schwurgericht noch gnädig davon. Er wurde „nur“ wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft wegen versuchten Totschlags gefordert.

Der Beamte von der PI 23 in Giesing war am 3. Dezember 2009 in der 089-Bar am Maximiliansplatz ausgetickt, weil ihm jemand einen Cocktail auf den Rücken geschüttet hatte. Mit einem wuchtigen Faustschlag steckte der Bodybuilder den schmächtigen Pasquale T. nieder, der damit gar nichts zu tun hatte. Vorsitzender Richter Michael Höhne empört: „Der Angeklagte trat mit dem Fuß, vergleichbar einem Elfmeter beim Fußball, mit voller Wucht gegen den Unterkiefer des Geschädigten.“ Pasquale T. blieb bewusstlos liegen. Der Täter flüchtete und schaute sich später noch stundenlang am Computer Pornos an.

Im Prozess zahlte der Angeklagte dem Opfer 7000 Euro. „Das reicht nicht einmal für die Arztkosten“, sagt Pasquales Anwältin Antje Brandes. Pasquale T. leide noch heute unter den schweren Kopfverletzungen, die Sven G. ihm zugefügt hat.

ebu.

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