Er quälte sein Opfer fast eine halbe Stunde / Polizei setzt 2000 Euro Belohnung aus

Jagd auf U-Bahn-Vergewaltiger

Amin S.
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Die Polizei sucht Amin S.

Wie er wirklich heißt, wissen die Behörden nicht. Die Altersangaben schwanken zwischen 19 und 23 Jahren.

Sicher ist nur: Dieser Mann ist eine tickende Zeitbombe. Im U-Bahnhof Thalkirchen vergewaltigte er Sonntagfrüh fast eine halbe Stunde lang eine Reinigungsfrau (45) auf unbeschreiblich brutale Weise. Seitdem ist er auf der Flucht. Auf ihn sind 2000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Nach Schilderung von Oberstaatsanwalt Dr. Michael Müller und Ignaz Raab vom Kommissariat 15 für Sexualdelikte wurde der angeblich aus Afghanistan stammende Mann im Dezember 2008 ohne Papiere in München aufgegriffen. Er stellte Asylantrag und wurde im Heim in der Baierbrunner Straße (Sendling) untergebracht. Seinen Namen gab er als Amin S. (19) an. In Österreich dagegen kennen ihn die Behörden seit 2006 als Abas M. (23). Dort fiel er wegen Körperverletzung, Widerstands und gefährlicher Bedrohung auf. Sonntagfrüh trieb sich der Mann in der U3 zwischen Marienplatz und Thalkirchen herum, suchte offenbar ein Opfer.

Um 9 Uhr hatte er es gefunden. Im Bahnhof Thalkirchen folgte er der 45-Jährigen, die auf dem Weg zum Arbeitsplatz die Damen-Toilette im Bahnhof aufsuchte. Während sie in einer der drei Kabinen war, kontrollierte der Täter von außen alle Klinken. Als sie die Tür öffnete, wurde sie sofort angegriffen. „Ich habe ein Messer“, drohte er und riss ihr die Kleidung vom Leib. Einen Fluchtversuch vereitelte er, indem er die Zwischentür zuschlug. Da gab die Frau in Todesangst auf. „Ich dachte, ich werde das nicht überleben“, sagte sie später. 25 Minuten dauerte ihr Martyrium. Ein älteres Ehepaar war ihre Rettung. Die Frau nämlich wollte gegen 9.30 Uhr die Toilette aufsuchen und klopfte an die Zwischentür, die der Täter von innen zuhielt. Vom Klopfen irritiert, floh er . Die Zeugin und ihr Mann begleiteten die verstörte Frau zum Arbeitsplatz und verständigten die Polizei. Der Handballenabdruck an der Tür überführte den polizeibekannten Mann mit den asiatischen Gesichtszügen zweifelsfrei als Täter. Er ist nur 1,57 Meter groß, spricht Deutsch und hatte seine Haare am Sonntag mit Gel hochfrisiert. Ihm drohen 15 Jahre Haft.

Dorita Plange

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