Wasseralarm: U-Bahn gesperrt

+
Am Montag in der Früh herrschte Chaos im U-Bahn-Verkehr.

München - Für unzählige U-Bahn-Fahrgäste begann die Arbeitswoche mit einer nervenaufreibenden Geduldsprobe. Zwischen Hauptbahnhof und Kolumbusplatz war die Strecke am Montagmorgen nur eingleisig befahrbar.

Lesen sie auch:

Woher kommen diese Risse im Untergrund?

Riesen-Chaos im Berufsverkehr, und schuld war nur ein kleines Loch in der U-Bahnröhre. Ein Wasser­einbruch im U-Bahntunnel zwischen Hauptbahnhof und Sendlinger Tor hat Montag früh zu massiven Zugausfällen auf den Linien 1 und 2 der U-Bahn geführt. Doch auch an der Oberfläche ging oft gar nichts: Die Autos der Pendler stauten sich, Busse und Trambahnen kamen nicht durch.

Um 2.26 Uhr gab es den ersten Alarm bei der Feuerwehr, dass es im U-Bahntunnel nach Bauarbeiten einen Wassereinbruch gab. Bis zur ersten U-Bahn um 4.30 Uhr konnte der nicht unter Kontrolle gebracht werden. Wegen der notwendigen Reparaturen musste der westliche der beiden U-Bahntunnel Tunnel zwischen Sendliner Tor und Hauptbahnhof wegen der Reparaturarbeiten gesperrt werden. Hier fahren üblicherweise sowohl die U1 als auch die U2 Richtung Süden durch. Die zweite östliche Röhre konnte aber noch befahren werden. Die MVG ließ hier die U2 abwechselnd in beide Richtungen durch fahren.

Die vom OEZ kommende U1 musste hingegen ab 6 Uhr am Hauptbahnhof wenden, die vom Mangfallplatz kommende U1 schon am Kolumbusplatz. Die U2 fuhr in beide Richtungen zwischen Kolumbusplatz und Hauptbahnhof jeweils am gleichen Bahnsteig ab. Die Rolltreppen zu den Bahnsteigen, an denen kein Zug fuhr, wurden mit Absperrband geschlossen. Laut MVG fielen wegen der Tunnelsperre 60 Prozent der Zugverbindungen zwischen Kolumbusplatz und Hauptbahnhof aus.

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Viele Fahrgäste versuchten auf anderen Wegen in die Innenstadt zu kommen. Das sorgte teilweise auf den anderen Linien für Verspätungen, da sich die Umsteigezeiten erhöhten. So etwa musste man auf der U 6 länger auf die Züge warten als sonst.

Viele Pendler versuchten es auch mit dem Auto, zumal es auch noch regnete. Das sorgte etwa am Giesinger Berg und in der Humboldtstraße für Stop and Go. Die Busse der Linie 58 Giesing-Hauptbahnhof standen ebenfalls im Stau. 30 Minuten Wartezeit waren normal – trotz Zehn-Minuten-Takt.

Um 9.15 Uhr wurde der gesperrte Tunnel wieder geöffnet und somit der eingleisige Betrieb wieder beendet, ab dann konnten die Linien U1 und U2 wieder fahrplanmäßig fahren. Der Verkehr normalisierte sich dann allmählich wieder.

Johannes Welte

auch interessant

Meistgelesen

Großeinsatz in Flüchtlingsunterkunft am OEZ
Großeinsatz in Flüchtlingsunterkunft am OEZ
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager

Kommentare