Unterwegs in Münchens Untergrund

U-Bahn München: Alle Infos

Menschen steigen auf einem Bahnsteig in München (Bayern) in eine U-Bahn.
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Die U-Bahn in München chauffiert seit 1971 mit ihren acht Linien jeden Tag etwa eine Million Fahrgäste quer durch die Stadt.

Seit über 50 Jahren gehört die U-Bahn in München zu den wichtigsten öffentlichen Verkehrsmitteln der Landeshauptstadt. Einen Überblick über das Streckennetz und Haltestellen gibt‘s hier.

  • Seit über 50 Jahren befördert die U-Bahn in München Einwohner und Touristen kreuz und quer durch die Stadt.
  • Das Streckennetz hat eine Länge von über 100 Kilometern, die von acht verschiedenen Linien befahren werden.
  • Über insgesamt 96 Haltestellen verfügt der Streckenplan, von denen einige wahre Kunstwerke sind.

München – Die Verkehrswende gehört zu den zentralen Themen des im Frühjahr wiedergewählten Oberbürgermeisters Dieter Reiter. Dazu zählt auch der Ausbau der U-Bahn in München. Die Verlängerung des Streckenplans soll mehr Leute dazu bewegen, ihr Auto stehen zu lassen. Dadurch soll München klimafreundlicher und lebenswerter werden.

Das Streckennetz der U-Bahn in München

Die U-Bahn in München wurde am 19. Oktober 1971 mit einem Teilabschnitt der U6 zwischen Kieferngarten und Goetheplatz eingeweiht. Heute verfügt sie über einen Streckenplan von insgesamt 103,1 Kilometern Länge. An 96 Haltestellen steigen jeden Tag etwa eine Million Fahrgäste ein und aus. Im Jahr 2018 hatte sie ein Fahrgastaufkommen von 413 Millionen. Betrieben wird die U-Bahn der bayerischen Landeshauptstadt von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Auf den Strecken fahren insgesamt acht Linien:

  • U1: vom Olympia-Einkaufszentrum über Hauptbahnhof zum Mangfallplatz
  • U2: von Feldmoching über Sendlinger Tor nach Messestadt Ost
  • U3: von Moosach über Olympiazentrum nach Fürstenried West
  • U4: von Westendstraße über Hauptbahnhof nach Arabellapark
  • U5: vom Laimer Platz über Hauptbahnhof nach Neuperlach Süd
  • U6: von Garching Forschungszentrum über Sendlinger Tor nach Klinikum Großhadern
  • U7: vom Olympia-Einkaufszentrum über Sendlinger Tor nach Neuperlach Zentrum
  • U8: vom Olympiazentrum über Hauptbahnhof nach Neuperlach Zentrum

Die U7 und die U8 sind nicht regelmäßig im Betrieb, sondern verstärken die Kapazitäten der U-Bahn in München bei besonders starkem Fahrgastaufkommen.

Die schönsten Haltestellen der U-Bahn in München

Tief hinab unter die Erde bringen die Fahrgäste Rolltreppen oder Fahrstühle. Um dem Gefühl der Enge und Dunkelheit unter der Erdoberfläche entgegenzuwirken, entwerfen Architekten und Designer U-Bahnhöfe, die sich sehen lassen können. Die Gestaltung der einzelnen Station spiegeln die Zeiten wider, in denen sie gebaut wurden. Die zehn außergewöhnlichsten Haltestellen der U-Bahn in München sind diese:

  • Westfriedhof begeistert mit einem Lichtkonzept des Designers Ingo Maurer.
  • Ebenfalls für das Licht verantwortlich war Ingo Maurer an der Haltestelle Münchner Freiheit, die sich seit dem Jahr 2009 in Gelb und Blau präsentiert.
  • Die U-Bahn-Station Moosach steht ganz im Zeichen von Flower Power: Großformatige Blüten des Münchner Künstlers Martin Fengel zieren die Wände.
  • Königsplatz: Mit Kopien bekannter Kunstwerke aus den umliegenden Museen punkten die Wände dieser Haltestelle.
  • Die Station St. Quirin-Platz ist mit einer riesigen Glaskuppel überdacht.
  • Für die wunderschöne, farbenfrohe Wandgestaltung der Haltestelle Dülferstraße ist die deutsche Künstlerin Ricarda Dietz verantwortlich.
  • Wie in einem riesengroßen Tonstudio kommt man sich vor, wenn man am Olympia-Einkaufszentrum aus der U-Bahn steigt. Die Wände sind mit Pyramiden aus Edelstahl gestaltet, die das Licht raffiniert reflektieren.
  • Bunte geometrische Quadrate, die an das einstige Testbild auf dem Fernseher erinnern, erwarten die Fahrgäste am Georg-Brauchle-Ring. Insgesamt 400 Metallplatten mit einem Gewicht von je 135 Kilogramm hat der Künstler Franz Ackermann hier aufgehängt.
  • Ebenfalls geometrisch ist das Muster, das die Wände der Haltestelle Oberwiesenfeld ziert. Das schwarz-weiße Ornament steht in starkem Kontrast zu der gegenüberliegenden orangefarbenen Seitenwand.
  • Nach seinem Gestalter benannt ist die U-Bahn-Station Candidplatz: Der Künstler Peter Candid griff hier tief in die Farbtöpfe. Das Ergebnis: eine Regenbogen-Haltestelle.

U-Bahn in München: Geplanter Ausbau

Mit der Eröffnung der Linie U3 nach Moosach im Jahr 2010 ist der Ausbau der U-Bahn in München zum Erliegen gekommen. Zurzeit gibt es keine Streckenabschnitte, an denen gebaut wird. In Planung ist aber der Ausbau folgender Linien:

  • U6-West
  • U5-West
  • U4-Ost
  • U6-Nord
  • U9-Spange

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