Baureferat gegen oberirdische Lösung

Der U-Bahn-Streit in Pasing

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Hier wäre Platz für ein U-Bahn-Gleis. Aber wird es auch jemals gebaut?

München - Beim Endlos-Thema der Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing fliegen jetzt richtig die Fetzen. Es besteht die Gefahr, dass die geplante Strecke auf der Strecke bleibt.

Die erste Planung, bei der die Endstation unterm Bahnhofsvorplatz vorgesehen war, scheiterte an den Kosten: Bei der standardisierten Bewertung erhielt die unterirdische Variante nicht die nötige Punktzahl. Jahrelang ging angesichts der unklaren Pläne zur zweiten S-Bahn-Stammstrecke in Pasing nichts voran. Auch auf Druck des Bezirksausschusses brachte der Stadtrat eine neue, oberirdische Variante ins Spiel. Zwischen der neuen Nordumfahrung (NUP) und den S-Bahn-Gleisen wäre noch Platz. Vorteile: Geringere Kosten, kurze Umsteigewege. Nachteil: Die Bahn müsste auf ihr Gleis 2 verzichten, auf der die kaum ausgelastete S 20 verkehrt. Die Bahn will auf das Gleis nicht verzichten, um eine Ausweichmöglichkeit zu haben.

Bleibt nur noch das bisher nicht vorhandene Gleis 1. Im 10-Minuten-Takt könnte die U-Bahn eingleisig verkehren, bei 5 Minuten geht’s nicht mehr. Das Baureferat hat sich nun von dieser Idee verabschiedet und bringt eine neue unterirdische Variante ins Spiel.

„Wir beginnen also wieder einmal bei fast null“ schimpft CSU-Fraktionschef Josef Schmid. „Aus Kostengründen warne ich dringend davor, die oberirdische Einschleifung in den Pasinger Bahnhof vorzeitig aufzugeben.“

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