Vom „Rolltreppen-Ignorant“ bis zur ewigen Baustelle

U-Bahn, Bus und Tram: Fünf Nerven-Killer, die jeden zur Weißglut bringen

München-Redakteur Lucas Sauter Orengo zählt die fünf „Nerven-Killer“ für ÖPNV-Nutzer in München auf.
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München-Redakteur Lucas Sauter Orengo zählt die fünf „Nerven-Killer“ für ÖPNV-Nutzer in München auf.

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in München ist für viele Pendler ein täglicher Kampf - und das nicht nur wegen der überteuerten Tickets. Hier die fünf nervigsten „Klassiker“, die man in U-Bahn, Bus und Tram erlebt.

Der Nahverkehr in München. Ein Graus? Oder ist die Münchner Verkehrsgesellschaft, kurz MVG, doch der verlässliche Partner um von A nach B zu kommen? Vermutlich gehen die Meinungen dahingehend auseinander. Doch klar dürfte sein: Nicht alles läuft so, wie es sich viele Pendler wünschen. Zuletzt sorgte die Preiserhöhung der Verkehrsgesellschaft* einmal mehr für Unmut, besonders da es in den vergangenen Jahren bereits immer wieder zu Erhöhungen gekommen war. Doch Hand aufs Herz: Der Münchner* Nahverkehr - ob Fahrten mit Bus, Tram oder U-Bahn - kostet tagtäglich vielen Menschen jede Menge Nerven.

München: U-Bahn, Bus und Tram: Fünf Nerven-Killer, die jeden zur Weißglut bringen

Wir haben nachfolgend fünf typische Probleme zusammengefasst, die wohl jeder kennt, der regelmäßig in München mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist:

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  • #1: Umsteigen am Hauptbahnhof. Egal ob man mit Bus, Tram oder U-Bahn am Hauptbahnhof ankommt: Wer hier umsteigen muss, braucht Nerven und eine gute Orientierung. Überall Baustellen und vorübergehende Ein- und Ausgänge machen den Verkehrsknoten zum Labyrinth. Zur U2? Oder die Tram zum Stachus? Am Ende landet wohl jeder in der Zug-Haupthalle, und überlegt, sich in den Zug nach Venedig zu setzen.
  • #2: Rolltreppen-Ignoranten: Sie lauern überall. Klar: Jeder hat es mal eilig oder möchte einfach nur raus aus einem U-Bahnhof. Doch das ist nicht immer so leicht. Die „Rolltreppen-Ignoranten“ versperren die linke Seite der Rolltreppe, die - bekanntermaßen - zum Gehen vorbehalten ist. Seelenruhig tippen sie auf ihren Smartphones herum oder essen gemütlich eine Breze. Dass hinter ihnen dutzende Menschen kurz vor einem cholerischen Anfall sind und warten? Kein Problem. Erst am Ziel angekommen, bemerkt der „Rolltreppen-Ignorant“ die Meute, die gerne beim Vorbeigehen unmissverständlich einen Kommentar abgibt..
  • #3: Die U4: Diese Linie führt vom Arabellapark bis in den tiefen Westen Münchens. Eine klassische Pendler-Linie. Doch Obacht: Niemals die U4 mit der U5 verwechseln! Erstere entscheidet sich regelmäßig die Endstation an der Theresienwiese einzulegen. Die Folge? Genervte Passagiere, die sich in die nachfolgende U5 drängeln müssen. Und freilich die AirPod-DJs, die die Durchsage des Fahrers nicht hören, und seelenruhig als „blinde Passagiere“ in Richtung Tunnel fahren.
  • #4: Fahrkarten-Automaten in Bus und Tram: Wer nur unregelmäßig die MVG benutzt, muss sich bei jeder Fahrt ein neues Ticket kaufen. Kein Problem? Falsch gedacht! Die Worte „passend bezahlen“ am Automaten zwingen regelmäßig den frommsten Bürger dazu, schwarz durch die Stadt zu tingeln, solange er nicht den exakten Betrag parat hat. Glück dem, der einen der zahlreichen Ticket-Automaten erwischt, der schlicht nicht mehr funktioniert. Kulante Fahrer wissen dann schnell zu helfen: „Egal, immer kaputt“ - Na dann, gute Fahrt.
  • #5: Baustelle Sendlinger Tor: Mei, bauen die immer noch? Für Grantler ein gefundenes Fressen, wenn sie die Baustelle des U-Bahnhofs Sendlinger Tor sehen. Obwohl mittlerweile in frischem gelb neu verkleidet, stolpert man immer noch an allen Ecken und Enden über Gerüste und Farbeimer. Ohrenbetäubende Maschinen und staubige Luft laden Menschen hier dazu ein, den U-Bahnhof so schnell wie möglich zu verlassen.

Fehlt Ihnen Ihr persönlicher „Nerven-Killer“? Schreiben Sie uns, um die Liste zu erweitern. Übrigens: Wer auf den ÖPNV verzichtet, und lieber mit dem Fahrrad in München unterwegs ist, darf sich auch über einige Unannehmlichkeiten aufregen.*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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