Blick in die Zukunft: Das sind die U-Bahnpläne

Der Moosacher St.-Martins-Platz (Foto) und Moosach sind die U-Bahnhöfe 99 und 100 in der Stadt, das Netz umfasst jetzt 100 Kilometer. Welche Orte und Haltestellen werden als Nächstes erschlossen?

München - Der U-Bahnbau in München ist mit der Eröffnung zweier U-Bahnhöfe in Moosach vorläufig abgeschlossen, aber weitere Wünsche gibt es, vor allem auf Seiten der CSU.

Heute ist ein denkwürdiger Tag, nicht nur für Moosach, das seine zwei nagelneuen U-Bahnhöfe feiert, sondern für die ganze Stadt. Die Hundert ist mit den Haltestellen Moosach und Moosacher St.-Martins-Platz in Sachen U-Bahn gleich zweifach voll: Es gibt 100 Bahnhöfe und das Streckennetz ist 100 Kilometer lang! OB Christian Ude, Baureferentin Rosemarie Hingerl, MVG-Chef Herbert König sowie Vertreter des Freistaats und des Bundes eröffnen um 11 Uhr am St.-Martins-Platz die um knapp zwei Kilometer vom Olympia-Einkaufszentrum verlängerte U3-­Linie, Party gibt es danach von 12 bis 17 Uhr auch an den beiden neuen Bahnhöfen. Wie üblich bei den U-Einweihungen seit 1971 dürfen die Bürger am Eröffnungstag kostenlos Probe fahren.

Impressionen: Die neuen U-Bahnhöfe an der U3

Impressionen: Die neuen U-Bahnhöfe an der U3

Der U-Bahnbau in München ist zumindest vorläufig abgeschlossen, aber weitere Wünsche gibt es, vor allem auf Seiten der CSU. Fraktionschef Josef Schmid und Stadtrat Georg Kronawitter legen eine ganze Liste vor:

- Die U3 soll von Moosach nach Untermenzing weiterfahren, später bis Pasing.

- Weiterführung der U5 nach Pasing, auch dort könne die U-Bahn mit der S-Bahn verknüpft werden. Die Strecke wurde vor Jahren schon einmal auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht, erreichte damals knapp den nötigen Wert für die Finanzierung durch den Bund. Nun will man zunächst die Auswirkungen der S-Entlastungsröhre prüfen.

- Im Osten wäre die Verlängerung der U4 von Arabellapark bis Englschalking hilfreich, so Kronawitter. Dieses Konzept wird derzeit nicht weiterverfolgt, weil die Bahnhofsverknüpfung mit dem künftigen S-Bahnhof Englschalking nicht geklärt ist.

Auch SPD und Grüne haben 2008 eine neue U-Strecke ins Gespräch gebracht:

- Die U9, die westlich der U3/6-Trasse von der Implerstraße bis zur Münchner Freiheit führen würde – als City-Bypass für die beiden hoch belasteten Linien.

SPD-Fraktionschef Alexander Reissl sieht nicht nur Probleme bei der Finanzierung neuer Strecken, sondern vor allem die Notwendigkeit von Sanierungen der älteren Bahnhöfe. Nach der Münchner Freiheit hätten andere Bahnhöfe ebenfalls eine aufwendige Kur nötig. „Diese Überlegungen haben mindestens die gleiche Bedeutung wie das Spintisieren über neue Strecken und Bahnhöfe.“

Barbara Wimmer

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