OB Ude: Keine Chance für die Schwabinger 7

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OB Christian Ude (SPD) sieht keine Chance für die Kultkneipe "Schwabinger 7".

München - Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) trauert der Kultkneipe "Schwabinger 7" nicht nach. Die Stadt, so der Rathauschef, habe überhaupt keine Handhabe gegen den Neubau.

OB Christian Ude (SPD) ist vom Städtetag in Berlin zurückgekehrt – und er spricht über die Schwabinger 7. Aber was er sagt, dürfte das endgültige Aus für die Kultkneipe bedeuten. Das Oberhaupt der Stadtverwaltung sieht keine Chance für die „Sieben“, er trauert der Baracke auch nicht nach – und rüffelt den grünen Koalitionspartner, der den Abriss verhindern will.

Und das pünktlich zur neuen Demonstration: Am Freitag ab 18 Uhr wollen die Freunde der Kneipe und Künstler wie Konstantin Wecker von der Uni zur Münchner Freiheit marschieren. Ein Trauermarsch zum letzten Bier?

Die zweite Zerstörung Münchens: Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

Auch nach den Verwüstungen Alt-Münchens durch die Bombenangriffe während des 2. Weltkriegs war die Zerstörung der Stadt leider noch nicht beendet. Viele erhalten gebliebende Bauwerke fielen der damaligen Modernisierungswut der 50er und 60er Jahre zum Opfer. Wir zeigen Ihnen in unserer Fotostrecke Orte und Plätze, die sich seit dem Ende des Krieges massiv verändert haben - und das nicht unbedingt zum Guten. © dpa
Die Pschorrbräu-Bierhallen in der Neuhauser/Kaufinger Straße wurden im 2. Weltkrieg stark beschädigt. Kein Wunder, schließlich fielen 90 Prozent der Gebäude in der Innenstadt den Bomben zum Opfer. Nach dem Krieg wurde die Freifläche als Biergarten genutzt, ehe Anfang der 60er Jahre der Plattenbau des Neckermann-Kaufhauses entstand. © Bayerische Hausbau
Ab August 2010 wurde das 1962 errichtete Beton-Kaufhaus von der Rückseite am Altheimer Eck aus abgerissen. Die Tage des Karstadt am Dom waren gezählt. © Haag
Bis 2013 errichtete die Schörghuber-Gruppe hier einen neuen Geschäftskomplex – das Joseph-Pschorr-Haus mit 44.000 Quadratmetern Nutzfläche für Geschäfte, Büros und Wohnungen. © Bayerische Hausbau
Herbst 2013: Das neue Bauwerk ist fertiggestellt. Als erster Mieter stand Sport Scheck fest, der vom Stammsitz in der Sendlinger Straße an die Fußgängerzone zog. 10.000 Quadratmeter mietete der Sport-Multi dort. © Schlaf Marcus
Der Hugendubel 1955: Das Eckhaus mit Türmchen (r.) hatte den Krieg überstanden. Es wurde abgerissen, an seiner Stelle entstand 1959 der neue Peterhof, der auch das Grundstück des Gasthauses zum Ewigen Licht umfasste, Geburtsstätte der Weißwurst. © Archiv
Der Peterhof wurde 1997 zum Hugendubel umgebaut. © Welte
Die Markuskirche - ein Opfer der Moderne. Die evangelische Markuskirche am Oskar-von-Miller-Ring wurde 1873 bis 1876 in neugotischen Formen vom Architekten Rudolf Wilhelm Gottgetreu errichtet. Den Krieg hatte das Gotteshaus kaum beschädigt überstanden, nur der Chor war in modernen Formen erweitert worden. © Dieter Klein/www.abreisskalender.net
Bei der Verbreiterung des Oskar-von-Miller-Rings wurde der Kirchturmsockel nach 1955 verkürzt. Die Kirchturmspitze wurde wegen angeblicher Baufälligkeit abgerissen. Auch die Verzierungen an Turm und Schiff schlug man weg, die Kirche wurde im Stil der 50er-Jahre durch Gustav Gsaenger umgestaltet. Abenteuerliche Begründung: Die alte Kirche habe nicht mehr in den modernen Rahmen des Oskar-von-Miller-Ringes gepasst. © Welte
Die Erhardtstraße an der Isar gegenüber dem Deutschen Museum war bis 1975 von einer Reihe prächtiger Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert gesäumt. Die mit Stuckornamenten im klassizistischen Stil verzierten Gebäude hatten den Krieg überstanden, bis sie abgerissen wurden. © Dieter Klein/www.abreisskalender.net
An der Stelle der historischen Häuser entstand bis 1979 der Neubau des Europäischen Patentamtes mit seiner dunklen Metallfassade. Unter OB Georg Kronawitter (SPD) stimmte die Stadt dem Bau trotz Protesten zu. Seit Januar 2009 wird das Patentamt für 40 Millionen Euro saniert. Es war asbestverseucht, außerdem bekommt es eine Wärmeschutzverglasung. © Welte
Das 1860 im Rundbogenstil errichtete Gefängnis in der Corneliusstraße überstand den 2. Weltkrieg unbeschadet, musste aber ebenfalls dem Neubau des Patentamtes weichen. © Dieter Klein/www.abreisskalender.net
Das Gelände ist zwar nicht mehr bebaut, hier ist heute eine Bushaltestelle angesiedelt. Im Hintergrund das bereits damals existierende Gebäude, in dem heute die Musikneipe "Netzer&Overath" untergebracht ist. © Welte
Beinahe jeder kennt dieses Haus: Es ist das 1898 errichtete Gebäude in der Sternstraße (Lehel), in dem Meister Eder und sein Pumuckl wohnten. Es war jedes Mal im Vorspann der 1982 bis 1989 ausgestrahlten Serie des BR zu sehen und war um die vorletzte Jahrhundertwende eines der Bedienstetenhäuser der hohen Herrschaften, die auf der anderen Seite des Innenhofes in der Widenmayerstraße residierten. © BR
Direkt nach Abschluss der Dreharbeiten rückten Anfang April 1985 die Baumaschinen an und rissen das Gebäude ab. Auf dem Grundstück entstand der nüchterne Glaspalast der Bayerischen Versicherungskammer, der als Fremdkörper dem altehrwürdigen Lehel seine typische Prägung nimmt. © Welte
Vom alten Bürklein-Bahnhof, der zwischen 1847 und 1849 erbaut worden war, blieb nach dem Ende des 2. Weltkriegs nicht mehr viel übrig. Dennoch gab es noch das eine oder andere Gemäuer, das man hätte restaurieren können. © Archiv
Ende der 50er Jahre entschied man sich jedoch für einen fast kompletten Abriss, nur noch wenige Grundmauern blieben stehen und wurden in den Bahnhofsneubau eingegliedert (siehe nächstes Bild). © Welte
Seit mehreren Jahren befinden sich Stadt, Land und die Deutsche Bahn nun schon in Gesprächen, um möglichst bald einen neuen Bahnhof zu bauen. Die Entscheidung wird wohl auch davon abhängig sein, ob München den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2018 erhält. © gs
Im 19. Jahrhundert entstanden rund um den Viktualienmarkt schöne Bürgerhäuser mit Geschäften im Erdgeschoss. Das Haus Nummer 13 hinter der Laterne, rechts neben dem Kustermann-Gebäude, bekam eine wunderschöne, fast venezianisch anmutende Fassade, die sogar die Bombardements des 2. Weltkriegs überstand. 1960 (Bild) präsentierte sich noch die fein gegliederte Fassade über den Standln, danach wurde sie abgeschlagen ... © Christl Reiter/www.abreisskalender.net
... und wich blauen Fliesen und viel größeren Fenstern, eine Münchner Versicherung zog ein. Im September 2009 eröffnete das Hotel Louis nach umfangreichem Umbau. Die Fenster wurden wieder kleiner, die grau-beige Farbe ist zurückhaltend. Die reiche Fassade aus dem 19. Jahrhundert ist allerdings für immer verloren. © Hummel
An der Ecke Schäfflerstraße/Weinstraße stand bis 1691 das Hintere Schwabinger Tor - eines der fünf Stadttore der gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbauten ersten Stadtmauer Münchens. Es diente zeitweise auch als Zeughaus, in dem Katapulte, Armbrüste und die dazugehörige Munition gelagert wurden. Das Tor wurde auch als Wilbrechtsturm, Tömlingerturm, Nudelturm oder Schäfflerturm bezeichnet. © Stadt München
Mit der Stadterweiterung und dem Bau des äußeren Schwabinger Tores im 14. Jahrhundert wurde das Hintere Schwabinger Tor ebenso überflüssig wie das Vordere. Die im 2. Weltkrieg zerstörte Bebauung auf dem Gelände des heutigen Marienhofs wurde nicht wiederhergestellt. © Welte
Am Petersplatz, zwischen der Apsis des Alten Peters und dem Viktualienmarkt, stand bis 1944 das Kleine Rathaus, ein Anbau an den Turm des Alten Rathauses. Der verwinkelte Bau mit seinen Giebeln und Kaminen stammte im Kern aus dem Mittelalter, wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil verziert. Auf der Terrasse davor, wo heute das Café Rischart seine Gäste im Freien bewirtet, war früher der Blumenmarkt, wie auf der Aufnahme von 1880 zu sehen ist. © muenchenwiki.de
Während der Bombenangriffe auf München wurden 1944 nicht nur der Turm des Alten Rathauses, sondern auch das liebenswerte Kleine Rathaus zerstört, in dem zigtausende Münchner den Bund fürs Leben geschlossen hatten. Während der Münchner Architekt Erwin Schleich das Alte Rathaus und den dazugehörigen Turm 1953 bis 1977 rekonstruieren durfte, wurde das Kleine Rathaus nicht mehr aufgebaut. © muenchenwiki.de
Man brauchte nach dem Krieg den Platz für eine neue Straßenverkehrsachse vom Marienplatz zum Tal, der das Haus im weg gestanden wäre. Erst 1972 wurde der Marienplatz zur Fußgängerzone. Doch das Kleine Rathaus kam nie zurück, heute steht an seiner Stelle die Lüftungszentrale für die Metzgerzeile am Viktualienmarkt.  © Welte
Der Peterhof 1945: Mit seinen Nachbargebäuden bildete der Peterhof gegenüber dem Neuen Rathaus am Marienplatz ein Ensemble aus Bürger- und Geschäftshäusern des 19. Jahrhunderts, das den Marienplatz nach Süden abschloss. Beim Peterhof mit seinem barocken Giebel war 1945 im Wesentlichen zur der Dachstuhl ausgebrannt. © MM Archiv
Doch das Haus wurde abgerissen. Wie es heute aussieht, sehen Sie auf diesem Bild. © Welte
König Maximilian II. ließ 1861/62 am Gasteigberg das Pfründnerhaus im spätklassizistischen Stil errichten - das später Gasteigspital (Foto von 1971) genannte Armenhaus sollte wie das kurz zuvor errichtete Maximilianeum das Isar-Hochufer beherrschen. Die Stadt ließ den Bau 1976 abreißen, an seiner Stelle entstand das Kultur- und Bildungszentrum Gasteig. © Dieter Klein, Abreißkalender
1978 setzt OB Kronawitter den ersten Spatenstich. Geänderte Planungen verzögerten die Fertigstellung immer wieder, die Baukosten galoppierten davon, so dass es zum Schluss stolze 372 Millionen Mark waren. 1985 wurde der Bau eingeweiht, 20 Jahre später kostete die Sanierung nochmals 22 Millionen Euro. © Welte
Hier noch einmal beides gegenübergestellt. © Dieter Klein, Abreißkalender / Welte
Das wunderschöne Roman-Mayr-Haus am Marienplatz überstand den Krieg trotz seiner zentralen Lage nahezu unbeschadet - und musste in den 70er Jahren dennoch weichen ... © Gebhardt
... damit der neue Klotz der Galeria Kaufhof gebaut werden konnte. Die Architektur des Gebäudes war damals der letzte Schrei. © Gebhardt
Das Vordere Schwabinger Tor (l.) gehörte zur ersten Stadtmauer und wurde 1842 abgerissen. Links grenzte es an den Alten Hof, rechts an die Bebauung des Marienhofes, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. © stadt-muenchen.net
Die Fundamente befinden sich heute noch in der Erde, der Rest hat sich stark verändert. Während der Alte Hof links noch in stark modernisierten Formen erhalten blieb, fielen die Häuser rechts dem Krieg zum Opfer. Heute befindet sich dort der Marienhof. © Welte

„Ich verstehe voll, dass man an solchen Institutionen hängt“, sagt der OB der tz. „Aber dass man die Schwabinger 7 gleich zum Kulturinstitut erhebt, überrascht mich.“ In den 70er- Jahren hätten die Nachbarn solche Bauten als „Inbegriff der unvorteilhaften Veränderung“ Schwabings bekämpft. „Das haben alle vergessen.“

Und selbst, wenn man die Schwabinger 7 unbedingt erhalten wollte: Im Stadtrat seien sich alle einig, dass es überhaupt keine Handhabe gegen den Neubau gebe, sagte Ude. Der Investor Hamburgische Immobilien Handlung hat das Grundstück in der Feilitzschstraße an der Münchner Freiheit gekauft und plant dort 35 neue Luxus-Wohnungen.

„Da bestehen rechtlich nullkommanull Möglichkeiten“, sagte Ude. Das Baurecht bestehe dort seit Jahrzehnten – und zwar das der Umgebung. Will heißen: Wenn ein Haus sich baulich in die Nachbarschaft einfügt, muss die Stadt das Vorhaben genehmigen.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk bestätigt: „Das muss man ganz nüchtern als Frage des Eigentumsrechts sehen.“ Sollte die Verwaltung gegen den Neubau vorgehen, sieht die Chefin des Planungsreferats Prozesse auf die Stadt zurollen – aussichtslose Prozesse. „Da muss man nicht erst den Helden spielen“, sagt Merk der tz.

Münchner Vororte und Stadtteile: Das bedeuten ihre Namen

Ort/Stadtteil: Westend: Ursprungsname: Westend Bedeutung: Nach der Westendstraße © dpa
Ort/Stadtteil: Schwanthalerhöhe Ursprungsname: Schwanthalerhöhe, Bedeutung: Nach dem Bildhauer Ludwig Schwanthaler © dpa
Ort/Stadtteil: Maxvorstadt Ursprungsname: Maximilianvorstadt, Bedeutung: Nach König Max I. Joseph, zuvor "äußeres Kreuz-Viertel" © dpa
Ort/Stadtteil: Isarvorstadt Ursprungsname: Isarvorstadt, Bedeutung: nach der Isar, zuvor "äußeres Anger-Viertel" © dpa
Ort/ Stadtteil: Ludwigsvorstadt Ursprungsname: Ludwigsvorstadt, Bedeutung: nach Kronprinz Ludwig, zuvor "äußeres Hacken-Viertel" © dpa
Ort/Stadtteil: Schönfeld-Vorstadt Ursprungsname: Schönfeld, Bedeutung: Neubausiedlung auf dem "schönen Feld" © dpa
Ort/Stadtteil: Kleinhesselohe Ursprungsname: Hesseloh, Bedeutung: lichter Wald von Haselstauden © dpa
Ort/Stadtteil: Fürstenried Ursprungsname: Fürstenried, Bedeutung: nach Kurfürst Max Emanuel und "ried" = Rodung © dpa
Ort/Stadtteil: Hasenbergl Ursprungsname: Laimpichel, Bedeutung: Lehmbühl (Bühl = Hügel) © dpa
Ort/Stadtteil: Gröbenzell Ursprungsname: Zollner auf dem Gröben, Bedeutung: Zollstation am Gröbenbach (war bis 1952 Stadtteil Münchens) © dpa
Ort/Stadtteil: St. Georgenschwaige Ursprungsname: St. Georgen, Bedeutung: Die Schwaige Milbertshofen mit der Kirche St. Georg © dpa
Ort/Stadtteil: Anger-Viertel Ursprungsname: Anngerfiertl, Bedeutung: Anger = Gras-, Weide- oder Ackerland © dpa
Ort/Stadtteil: Kreuz-Viertel Ursprungsname: Kreutz Vierteil, Bedeutung: Von der Kreuzgasse (heute Promenadeplatz, Pacellistraße) © dpa
Ort/Stadtteil: Hacken-Viertel Ursprungsname: Hagken Vierteil, Bedeutung: von Hacken (Hag, Hac, Hagen = gehegtes Land) © dpa
Ort/Stadtteil: Graggenau-Viertel Ursprungsname: Gragkenaw Viertail, Bedeutung: von Graggenau (Au der Krack = Rabe, Krähe) © dpa
Ort/Stadtteil: St. Emmeram Ursprungsname: Sannd Haymran, Bedeutung: zu Ehren des heiligen Bischofs Haymran © dpa
Ort/Stadtteil: Au Ursprungsname: Awe ze Gyesingen, Bedeutung: Das Land am Wasser bei Giesing © dpa
Ort/Stadtteil: Langwied Ursprungsname: Lanquat, Bedeutung: Am langen Wald © dpa
Ort/Stadtteil: Thalkirchen Ursprungsname: Talkirchen, Bedeutung: Kirche im Tal © dpa
Ort/Stadtteil: Englschalking Ursprungsname: Engelschalchingen, Bedeutung: Siedlung des Engelschalch (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil : Denning Ursprungsname: Tenningen, Bedeutung: Siedlung des Tenno (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Nymphenburg Ursprungsname: Chemenaten, Bedeutung: Beheizbare Behausung (Kemenate) © dpa
Ort/Stadtteil: Freiham Ursprungsname: Frihaim, Bedeutung: Freies Heim © dpa
Ort/Stadtteil: Lappen (Groß & Klein) Ursprungsname: Louppen, Bedeutung: von Labach = morastige Gegend © dpa
Ort/Stadtteil: Neuhausen Ursprungsname: Niwenhusen, Bedeutung: Gutshof des Rudolsfus de Niwenhusen (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Forstenried Ursprungsname: Uorstersriet, Bedeutung: Rodung im Forst © dpa
Ort/Stadtteil: Harlaching Ursprungsname: Hadaleichingen, Bedeutung: Siedlung des Hadaleih (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Milbertshofen Ursprungsname: Ilmungeshoven, Bedeutung: Hof des Ilmung (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Solln Ursprungsname: De Solon, Bedeutung: Von Sole = Ort, an dem sich Wild suhlt © dpa
Ort/Stadtteil: Hadern Ursprungsname: Haderun, Bedeutung: Von Hart = Wald © dpa
Ort/Stadtteil: Laim Ursprungsname: Loco Leima, Bedeutung: Lehmiger Ort © dpa
Ort/Stadtteil: Gern Ursprungsname: Loco Gerin, Bedeutung: Von Gere = keilförmiges Stück Land © dpa
Ort/Stadtteil: Zamdorf Ursprungsname: Zamindorf, Bedeutung: Dorf des Zamo (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Aubing Ursprungsname: Ubingun, Bedeutung: Siedlung des Ubo (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Ramersdorf Ursprungsname: Rumoltesdorf, Bedeutung: Dorf der Familie Rumolt (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Riem Ursprungsname: Riema, Bedeutung: Von Rieme = schmaler Ackerstreifen © dpa
Ort/Stadtteil: Freimann Ursprungsname: Frienmannum, Bedeutung: bei den freien Männern © dpa
Ort/Stadtteil: Lochhausen Ursprungsname: Lohhusa, Bedeutung: Häuser an der Lohe / am Wald © dpa
Ort/Stadtteil: Daglfing Ursprungsname: Ad Tagolfingas, Bedeutung: Hof des Tagolf/Thachulf (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Johanneskirchen Ursprungsname: "Eclesia Sancti Johannis baptiste in loco Feringas", Bedeutung: Kirche des heiligen Johannes Baptist zu Föhring © dpa
Ort/Stadtteil: Fröttmaning Ursprungsname: "Ad Freddamaringun", Bedeutung: Siedlung des Fridumar (der Friedfertige) (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Berg am Laim Ursprungsname: Ad Perke, Bedeutung: Lehmhügel © dpa
Ort/Stadtteil: Haidhausen Ursprungsname: Heidhusir, Bedeutung: Häuser auf der Heide © dpa
Ort/Stadtteil: Moosach Ursprungsname: Mosaha, Bedeutung: Ache, die durch ein Moos fließt © dpa
Ort/Stadtteil: Perlach Ursprungsname: Peralohc, Bedeutung: Bärenwald (Pera = Bär/Eber, loh=lichter Wald) © dpa
Ort/Stadtteil: Giesing Ursprungsname: Kyesinga, Bedeutung: Siedlung des Kyeso/Kyso © dpa
Ort/Stadtteil: Feldmoching Ursprungsname: Feldmohinga, Bedeutung: Feld des Macho/Mocho (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Schwabing Ursprungsname: Suuapinga, Bedeutung: Von Swapo (Siedlung eines Schwaben) © dpa
Ort/Stadtteil: Sendling Ursprungsname: Sentilinga, Bedeutung: Siedlung des Sendilo (Eigenname) © dpa
Ort/Stad tteil: Allach Ursprungsname: Ahaloh, Bedeutung: Wald am Wasser © dpa
Ort/Stadtteil: Trudering Ursprungsname: Truhtheringa, Bedeutung: Siedlung des Truhteri/Truchtaro/Drudheri (Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Bogenhausen Ursprungsname: Pupinhusir, Bedeutung: Haus des Poapo/Poppo(Eigenname) © dpa
Ort/Stadtteil: Pasing Ursprungsname: Villa Pasingas, Bedeutung: Haus des Poaso/Poso © dpa
Weitere kuriose Fakten über München finden Sie in dem im Hirschkäfer Verlag erschienenen Buch "Absolut München - Das München Sammelsurium". © 

OB Ude sieht nur einen Ausweg – von dem er freilich abrät. Aus Steuergeld müsste man einen zweistelligen Millionenbetrag aufbringen, „um 35 Wohnungen zu verhindern“, wie der OB feststellt. „Und das in einem Stadtviertel des Wohnungsmangels.“

Diese Situation werde die Anfrage der Grünen belegen. Auf den kleinen Koalitionspartner sind die Roten derzeit nicht gut zu sprechen. Ude nennt keine Namen. Er hält es aber für „seltsam und befremdlich“, wenn „manche“ den Eindruck erwecken, die Stadt könne noch etwas für die Schwabinger 7 tun.

David Costanzo

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