Zumindest als Berater

Ude macht wieder Wahlkampf: Da geht der Post ab

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Ein Fall für Zwei: Ude (r.) hilft Post im Wahlkampf.

Alt-OB Christian Ude mischt wieder im Stadt-Wahlkampf mit. Als Berater für Florian Post, der SPD-Stammbezirke wieder zurückholen will.

Wahlkampfmanager? Da zuckt Alt-OB Christian Ude zusammen. Plakate kleben? Aufsteller basteln? Die Zeiten sind vorbei. Dennoch will Ude (69) seinen SPD-Genossen und Bundestagskandidaten Florian Post (35) im Wahlkampf helfen. Als politischer Wahlkampfleiter, Ideengeber, Zugpferd. Das Ziel: Die Rückeroberung des Wahlkreises München-Nord.

Für diese Mission hat sich der Junge, Florian Post (35), Unterstützung beim Wahlkampfveteran geholt: Christian Ude (69) macht „seit über 50 Jahren Wahlkampf“, im Münchner Norden habe er als OB „über 70 Prozent geholt“. Jetzt soll mit Udes Hilfe der Post abgehen.

Sie wollen die CSU angreifen. München-Nord war lange rot: Hans-Jochen Vogel erreichte bei der Bundestagswahl 1980 die absolute Mehrheit. Von 1998 bis 2005 holte Axel Berg drei Mal in Folge das Direktmandat für die SPD, bevor er 2009 gegen CSU-Mann Johannes Singhammer unterlag. Gegen ihn trat Florian Post 2013 an – und verlor mit 31,4 Prozent der Erststimmen deutlich gegen Singhammers 43,2 Prozent.

Das wollen Ude und Post ändern. Der Wahlkreis München-Nord sei ein Besonderer für die SPD sagen beide. Denn: Hier habe die SPD wirklich eine Chance. Die übrigen drei Münchner Wahlkreise sind traditionell CSU-Gebiet. „Florian ist der optimale Kandidat, er kennt den Wahlkreis wie seine Hosentasche“, sagt Ude. Post habe als etablierter Abgeordneter bei den Wählern einen Bonus. Weil er bei den ansässigen Stadtwerken gearbeitet hat, kenne er Menschen und Probleme. Post sei „verankert“ im Münchner Norden – im Gegensatz zum Gegner von der CSU, Bernhard Loos. Der komme aus Grünwald.

Post will sich um die Rente kümmern. Um bezahlbaren Wohnraum – die CSU habe die SPD hier jahrzehntelang ausgebremst. Post wollte Ude: den „bekanntesten Sozialdemokraten Bayerns“. Sie telefonieren täglich. Für die heiße Phase im Sommer haben sie einen Plan: Sie wollen durch die Biergärten im Münchner Norden tingeln. Unkonventionell und locker soll es zugehen beim Bürgerdialog – bevor es dann im September ernst wird.

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