Ude: Regieren oder Rente!

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OB Christian Ude

München - Es sind immer mehr Stimmen in der bayerischen SPD, die sich für eine Spitzenkandidatur von OB Christian Ude (63) für die Landtagswahl in zwei Jahren aussprechen. Die Oppositionsbank kommt für ihn nicht in Frage.

 Fakt ist: Entschieden werden soll die Frage noch in diesem Jahr. Diesen Fahrplan hat der neue Lieblingskandidat der Sozialdemokraten selbst festgelegt. Doch würde der Spitzenkandidat in spe auch die Oppositionsbank drücken, wenn es nicht für einen roten Ministerpräsidenten reicht? Die Frage lautet eindeutig: Nein!

Wenn der Wähler dieses Angebot nicht wollte, bliebe es bei der politischen Aufgabenstellung“, sagte Ude ausweichend auf Fragen, was er in diesem Falle tun würde. Dies würde heißen, er würde bis zum Ende seiner Amtszeit im Herbst 2014 als OB regieren. Im Falle eins Sieges hätte er kein Problem, die Amtsgeschäfte Bürgermeisterin Christine Strobl zu überlassen, bis der oder die nächste OB im Amt ist.

Wieso die Oppositionsbank für Ude nicht in Frage kommt? „Das sollte die Person sein, die als Spitzenkandidat der Opposition in den nächsten Wahlkampf 2018 geht.“ Schließlich sollte der nächste Spitzenkandidat schon während der nächsten Legislaturperiode aufgebaut werden.

Was er bei einer Niederlage zu tun gedenkt? Ude: „Dann gehe im April 2014 als OB ich in den wohlverdienten Ruhestand.“ Ude könnte ja dann sein Ferienhaus auf Mykonos endlich ausgiebig genießen.

Doch so ganz sich auf die faule Haut legen will er sich nicht: „Ich hatte ja vor meinem Wechsel in die Politik schon einen Beruf: Ich halte eine journalistische Betätigung für eine ernsthafte Tätigkeit.“

Doch bis dahin steht ihm wohl noch ein heißes Finale in seiner Polit-Laufbahn bevor: Im ganzen Freistaat wächst die Ude-Euphorie in Reihen der SPD: Ob die oberfränkische Fraktionsvizechefin Inge Aures, ihr unterfränkischer Amtskollege Volkmar Halbleib, die ehemalige Vize-Fraktionschefin Johanna Werner-Muggendorfer aus Niederbayern oder der parlamentarische SPD-Geschäftsführer Harald Güller: Alle würden sich über eine Kandidatur Udes für den Landtag freuen.

Der Augsburger Abgeordnete Linus Förster prophezeit sogar: „Das wird in dieser Partei nicht aufzuhalten sein, wenn er kandidieren will!“

Im Herbst ist ein kleiner Parteitag zur Gesundheitspolitik geplant. Die SPD überlegt, Ude hier schon auf den Schild zu heben – als He­rausforderer von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

J. Welte

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