Ude stoppt Luxusbau - CSU spricht von PR

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Ein Politikum: das SWM-Gelände in der Maxvorstadt

München - Na, es geht doch: Oberbürgermeister Christian Ude hat ein Veto gegen ein mögliches neues Luxusprojekt in München eingelegt.

Das ehemalige Heizkraftwerk-Gelände in der Katharina-von Bora-Straße in der Maxvorstadt war meistbietend ausgeschrieben gewesen – nun soll das Gelände doch für ein sozial durchgemischtes Viertel genutzt werden. Die Villa am Ufer der Muffathalle, das Areal in der Feilitzschstraße und zuletzt das Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks in der Müllerstraße (jetzt Luxusquartier „The Seven“) – die Kritik an der Vergabe von SWM-Grundstücken an große Investoren ist gewachsen. Hat vielleicht auch die Diskussion um die Schwabinger Sieben und die zunehmende Gentrifizierung zum Meinungsumschwung beigetragen? Die CSU-Stadtratsfraktion wittert „eine reine PR-Aktion“ von Ude. Hans Podiuk verweist darauf, dass die CSU schon 2007 ein solches Ansinnen für sozialen Wohnungsbau hatte, der OB dies aber mit dem Verweis auf zu geringe Grundstückswerte abgelehnt hätte. Eine Ablehnung des Höchstgebotes könne der Stadt auch als Verschwendung von Steuergeldern ausgelegt werden. Podiuk sagt: „Bei Grundstücksgeschäften ist von dieser sozialen Verantwortung bislang wenig zu spüren gewesen.“

Ein Spaziergang durch die Maxvorstadt

Ein Spaziergang durch die Maxvorstadt

Im Wettstreit der Investoren sollen die Angebote für das begehrte Stadtwerke-Gelände zwischen Königsplatz und Botanischem Garten mit einer geplanten Geschossfläche von 11 000 Quadratmetern zuletzt auf über 40 Millionen Euro angestiegen sein. Auch die Firma Alpha Invest, die derzeit das Nobel-Areal „The Seven“ errichtet, soll gut im Rennen gewesen sein. Nun wird der Verkaufspreis vielleicht um einiges niedriger liegen. Auch die Stadt selbst ist als Bauherr offenbar im Gespräch.

nba.

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