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Wann sich ein Wechsel lohnt: Strom-Anbieter im Vergleich

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Von: Julian Limmer

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Bernd Gerstauer hält seine Rechnungen von den Stadtwerken in der Hand.
Auch Bernd Gerstauer muss bei den Stadtwerken seit diesem Jahr viel mehr bezahlen. © Marcus Schlaf

Zum neuen Jahr werden viele Stromanbieter teuerer, Kunden müssen deutlich mehr zahlen. Doch wann lohnt sich ein Wechsel? Die tz gibt den Überblick.

München - Böse Überraschung zum Jahreswechsel: Viele Kunden müssen bei ihren Stromversorgern deutlich mehr zahlen. Doch es gibt günstigere Alternativen. Unsere Zeitung erklärt, wie man sparen kann, indem man den Anbieter wechselt.

Böse Überraschung zum Jahreswechsel? So sparen Sie beim Strom

Ist gerade der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel – wie entwickeln sich die Preise?

Mussten Neukunden in München im Oktober schlimmstenfalls noch rund 71 Cent pro Kilowattstunde zahlen, liegt der Preis im Moment nur noch bei rund 42 Cent (Quelle: Verivox): „Wir sind auf einem guten Weg“, erklärt Marianne Wolff vom Verbraucherservice Bayern. Allerdings gibt sie zu bedenken: Preise wie vor der Krise von etwa 30 Cent pro Kilowattstunde seien mittelfristig nicht zu erwarten.

Wie wirkt sich die Strompreisbremse aus?

Ab dem 1. März tritt die Regelung in Kraft, sie soll den Preis niedrig halten. Verbraucher und kleine Unternehmen sollen für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs (in der Regel aus dem Vorjahr) nur noch maximal 40 Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Das heißt: Sollte Ihr aktueller Tarif über 40 Cent pro Kilowattstunde liegen, zahlen Sie diesen höheren Preis nur für die Strommenge, die sie zusätzlich zu den 80 Prozent des Vorjahres verbrauchen. Rückwirkend soll die Regelung auch für die Monate Januar und Februar dieses Jahres gelten.

Sie zahlen dennoch mehr als bei anderen Anbietern: Ist ein Wechsel immer möglich?

„Grundsätzlich kann jeder Kunde eines Stromversorgers seinen Anbieter wechseln“, sagt Marianne Wolff. Allerdings: Wer einen Sondervertrag hat, ist unter Umständen an eine festgelegte Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist gebunden. Kunden haben jedoch meist ein Sonderkündigungsrecht, wenn der Versorger den Preis erhöht. Sind Sie Kunde bei einem Grundversorger wie den Stadtwerken München (SWM), wird Ihnen gesetzlich eine Kündigungsfrist von zwei Wochen garantiert.

Wie finden Sie einen Anbieter?

Vergleichsportale wie Verivox oder Check 24 verschaffen einen Überblick über unterschiedliche Angebote. „Vergleichen Sie am besten mehrere Portale“, rät Wolff. Somit lassen sich die günstigsten Angebote filtern. Achtung: Die Preise auf diesen Portalen sind Momentaufnahmen, sie können sich schnell ändern. Entscheidend ist der Preis bei Vertragsabschluss.

Was sollten Sie noch beachten?

Prüfen Sie, ob es sich um einen Tarif mit Preisgarantie handelt, also einen Fixpreis, der über einen längeren Zeitraum festgeschrieben ist. Sonst drohen möglicherweise unangenehme Überraschungen, wenn die Strompreise plötzlich steigen. Marianne Wolff warnt zudem: „Vorsicht vor langfristigen Verträgen!“ Bei den aktuellen Preisschwankungen sei es besser, mit kurzfristigen Verträgen flexibel zu bleiben.

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