Opfer: "Ich dachte, ich muss sterben"

Sex-Überfall nach Wiesn-Besuch: Er steht vor Gericht

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Verstrickte sich in viele Widersprüche: Der Angeklagte Martin A.

München - Auf der Wiesn spielte er noch den Gentleman. Doch kaum hatte Martin A. (24) seine Bierzelt-Bekanntschaft zur Haustür begleitet, versuchte er die junge Frau zu vergewaltigen!

Opfer Janine (24, Name geändert) am Freitag als Zeugin vor Gericht: „Das Schlimmste war für mich, dass ich gedacht habe, ich muss sterben.“

Gegen 22 Uhr fand Janine nicht mehr den Weg zur die U-Bahn. Charmant zeigte Abbruch-Arbeiter Martin A. den Weg und setzte sich mit ihr in die U 4. Als die Sachbearbeiterin am Prinzregentenplatz ausstieg, ließ sich ihr Begleiter nicht abschütteln. „Ich habe ihm gesagt, er soll heimfahren“, so die Zeugin. An der Haustür passierte es dann: „Er hat mich hineingestoßen. Ich schrie laut um Hilfe.“

Zum Glück war der Türstopper eingerastet, so dass Passanten ihre Schreie hören konnten. Dennoch kam ihr das schreckliche Geschehen endlos vor: „Ich lag am Boden. Er hat mir den Mund zugehalten.“ Während er auf ihr gelegen sei, habe er seine Hose aufgemacht. Das Opfer: „Ich bekam manchmal kaum noch Luft und hatte panische Angst, dass er mich umbringt.“ Als Passanten sich näherten, suchte der Täter das Weite.

Martin A. beteuert seine Unschuld und behauptet, sich höflich von ihr verabschiedet zu haben. „Plötzlich hat sie losgeschrien. Ich habe mich umgedreht und geschaut was los ist.“ Hat er ihr den Mund zugehalten? „Kann sein“, sagt er. Warum? „Ich wollte nur, dass sie nicht schreit.“ Ob ihm seine Version jemand glaubt, bleibt offen. Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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