1. tz
  2. München
  3. Stadt

Ukraine-Krieg: Münchens OB Dieter Reiter bietet Partnerstadt Kiew Hilfe an

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marc Kniepkamp

Kommentare

Dieter Reiter
Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München hat eine besonders enge Bindung an die Ukraine - deren Hauptstadt Kiew ist die Partnerstadt der bayerischen Landeshauptstadt. Dementsprechend bestürzt äußerte sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zum Angriff Russlands auf das Land.

Update, 24. Februar, 14:32 Uhr: Münchens OB Dieter Reiter (SPD) ist die Betroffenheit anzuhören. „Mit großer Bestürzung mussten wir alle zur Kenntnis nehmen, dass Russland jetzt einen offenen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Ich bin fassungslos über diesen barbarischen Akt des russischen Machthabers Putin, der seine nationalistischen Ziele mit aller Brutalität und ohne Rücksicht auf Menschenleben verfolgt“, sagte Reiter gestern in einer ersten Reaktion auf den Krieg in der Ukraine.

Die Stadt München will nicht tatenlos zusehen. „Unsere Sorge gilt ganz besonders unserer Partnerstadt Kiew, die, wie viele andere Orte in der Ukraine, bereits gezielt beschossen wurde. Selbstverständlich werden wir zivile und humanitäre Unterstützung zur Verfügung stellen, um das Leid der Menschen vor Ort bestmöglich zu lindern“, kündigte Reiter an. Er forderte, „diese schreckliche, völkerrechtswidrige Aggression“ müsse schnellstmöglich gestoppt werden. 

Erstmeldung, 23. Februar 2022: München ist mit der ukrainischen Hauptstadt Kiew durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Jetzt hat sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) direkt an seinen Amtskollegen Vitali Klitschko gewandt. In einem persönlichen Brief findet er klare Worte.

Die Angst vor einem Krieg und einer Invasion Russlands in der Ukraine ist groß. Kiews Bürgermeister, der Ex-Boxer Vitali Klitschko, war deshalb am Wochenende in München bei der Sicherheitskonferenz und hat eine stärkere Unterstützung der Ukraine durch Deutschland gefordert - etwa auch mit Waffenlieferungen. Jetzt hat sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit einem Brief bei Klitschko gemeldet. Darin versichert er: „Wir stehen Seite an Seite mit den Menschen aus unserer Partnerstadt Kiew.“

Vitali Klitschko am Donnerstag in München.
Vitali Klitschko am Donnerstag in München. © as

Am Rande der Sicherheitskonferenz haben sich die beiden Politiker nicht gesehen.  „Ein persönliches Treffen im Zuge der Sicherheitskonferenz kam aufgrund von Zeitproblemen leider nicht zustande“, schreibt OB Reiter und erklärt damit, warum er jetzt zur Feder griff. „Deshalb möchte ich Ihnen auf diesem Wege die uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung der Landeshauptstadt München versichern.“

OB Reiter: „Grenzverletzung russischer Truppen eine absolut inakzeptable Handlung“

Reiter stellt deutlich klar, dass er mit dem Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht einverstanden ist: „Es ist unstrittig, dass die Grenzverletzung der russischen Truppen eine absolut inakzeptable Handlung darstellt. Diese Provokation kann sehr schnell eskalieren und großes Leid über die Bevölkerung der Ukraine bringen.“ Reiter fordert beide Seiten zum Dialog auf. Nur so könne „die Sicherheit und den Frieden in der Region“ bewahrt werden.

Stärke des Westens ist „Zusammenarbeit und Solidarität“

Reiter fordert, dass r alles dafür getan werden müsse, die Krise gewaltfrei zu bewältigen. Und er benennt den Trumpf, den der Westen seiner Ansicht nach in der Hand hält: „Dabei ist die größte Stärke der westlichen Partner die Zusammenarbeit und Solidarität. Eine friedliche, unabhängige, demokratische und wirtschaftlich prosperierende Ukraine – eng verbunden mit der internationalen Gemeinschaft – muss unser aller Ziel sein.“

Den Brief an Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko beendet Reiter mit einem optimistischen Blick in die Zukunft: „Ich hoffe sehr, dass am Ende doch diplomatische Bemühungen zu einer friedlichen Beilegung des aktuellen Konflikts führen.“

Auch interessant

Kommentare

Mehr zum Thema