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Lage am Hauptbahnhof München „beschämend“: Politiker prangert Situation der Ukraine-Flüchtenden an

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Svitlana (Mitte), die mit ihrem Sohn Roman und ihrer Mutter Tetiana aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew geflohen sind, warten nach ihrer Ankunft am Hauptbahnhof München in einer Halle mit Feldbetten.
Svitlana (Mitte), die mit ihrem Sohn Roman und ihrer Mutter Tetiana aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew geflohen sind, warten nach ihrer Ankunft am Hauptbahnhof München in einer Halle mit Feldbetten. © Sven Hoppe/dpa

„Das muss sich umgehend ändern“: Freie Wähler-Politiker Fabian Mehring findet die Umstände, unter denen Flüchtende aus der Ukrainer am Hauptbahnhof untergebracht sind, unzureichend.

München - Die hohe Zahl an ukrainischen Kriegsflüchtlingen überfordert offenkundig das Aufnahme- und Unterbringungskonzept am Münchner Hauptbahnhof*. „Es fehlt faktisch an allem: Vom Strom über Toiletten bis zur Schlafgelegenheit. Dass Menschen, die vor dem Bombenhagel in ihrer Heimat fliehen mussten, in unserer Landeshauptstadt auf dem Bahnhofsboden schlafen müssen, ist beschämend und muss sich umgehend ändern“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im bayerischen Landtag, Fabian Mehring, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Zuvor hatte er sich am Bahnhof ein eigenes Bild über die Situation gemacht.

Hauptbahnhof München: Flüchtende aus der Ukraine müssen wohl auf dem Boden schlafen

„Während Corona haben wir in Bayern erfolgreich Leben gerettet und die Menschen in unserer Heimat gut beschützt. Das dabei formulierte Kredo vom „Whatever it Takes“ muss jetzt auch für diejenigen Menschen gelten, die durch Putins Überfall der Ukraine unbeschreibliches Leid erfahren und bei uns Hilfe suchen“, betonte Mehring. Dies würden sich nicht zuletzt auch die Menschen in Bayern wünschen, die derzeit eine gigantische Welle der Hilfsbereitschaft auszeichne. Die aktuelle Lage am Münchner Hauptbahnhof werde dem Anspruch leider nicht gerecht.

Ankunft Flüchtender aus Ukraine: München schlechter vorbereitet als andere Städte?

„Angesichts der Erfahrungen aus 2015 darf es nicht abermals passieren, die gigantische Solidarität der Bürgerinnen und Bürger durch politisches Chaos zu torpedieren und die Stimmung zum kippen zu bringen“, sagte Mehring. Dazu müsse auch die Landeshauptstadt München* „ihr Scherflein beitragen, die derzeit leider weit hinter dem Organisationsgrad anderer Städte und dem Anspruch der Menschen in Bayern zurückbleibt“. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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