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Teuerste Stadt noch teurer: Mieten in München steigen „nahezu unaufhaltsam“

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Von: Felix Herz

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Die Menschen bekommen es seit Jahren zu spüren, die Zahlen belegen es nun: Die Mieten in München steigen und steigen. Das zeigt eine Untersuchung.

München – Beim Gedanken an die Mieten in München ächzen die Bewohner der bayerischen Landeshauptstadt seit Jahrzehnten. Doch in den letzten Jahren dürfte aus dem Ächzen häufig ein leidgeprüftes Stöhnen bis hin zu einem verzweifelten Aufschrei geworden sein. Denn die sowieso schon hohen Mieten stiegen weiter – allein in den letzten Jahren sogar um einen zweistelligen Prozentsatz.

Mieten in München immer teurer: Vergleich belegt hohen Anstieg

Das Immobilien-Portal immowelt.de verglich die Mietpreise in München aus dem Jahr 2017 mit denen aus diesem Jahr. Dafür wurden Angebotsmieten von Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter, Bestand ohne Neubau) im Zeitraum Januar bis Oktober in beiden Referenzjahren verglichen.

Das Ergebnis: „Die Mieten in deutschen Großstädten steigen seit Jahren nahezu unaufhaltsam an.“ In der teuersten Stadt München um 17 Prozent, pro Quadratmeter zahlt man in der Landeshauptstadt statt 16 Euro inzwischen 18,70 Euro.

Die Mieten in München steigen und steigen – eine Vergleich mit dem Jahr 2017 zeigt nun, wie stark es in den letzten fünf Jahren nach oben ging.
Die Mieten in München steigen und steigen – eine Vergleich mit dem Jahr 2017 zeigt nun, wie stark es in den letzten fünf Jahren nach oben ging. © Christian Offenberg / IMAGO / Merkur-Collage

Damit hat die teuerste Stadt Deutschlands sogar einen großen Vorsprung auf die zweitteuerste Stadt Stuttgart. Hier zahlt man laut immowelt.de 13,90 Euro pro Quadratmeter. Eine Entwicklung, die für viele Menschen tiefe Sorgenfalten zur Folge haben.

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Mieten in München steigen um 17 Prozent: Die Gründe sind vielfältig

Für den starken Anstieg der Mietpreise in München sind verschiedene Gründe ursächlich. Ein Grundproblem: Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen hoch, das Angebot jedoch weiterhin gering.

Hinzu kamen laut immowelt.de der „Anstieg der Bauzinsen und der daraus resultierenden Verschiebung der Nachfrage in Richtung Mietmarkt“ sowie die Inflation und der Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine. (fhz)

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