Trauerplakate in der Lessingstraße

München trauert um Kiew-Opfer

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Ein Plakat zeigt Sergey Nigoyan (o.li.), Juri Werbizki und eine Unbekannte.

München - Nachdem Todesopfer in Kiew bestätigt worden waren, haben Anhänger der Opposition vor dem Ukrainischen Generalkonsulat in der Münchner Lessingstraße Trauerplakate aufgestellt.

München trauert um Kiew-Opfer

Die Lage in der Ukraine verschärfte sich am Mittwoch, nachdem Berichte über Todesopfer unter den Demonstranten bestätigt worden waren. Vor dem Ukrainischen Generalkonsulat in der Münchner Lessingstraße hatten Anhänger der Opposition noch am Abend Trauerplakate aufgestellt.

Der 22-jährige Student Sergey Nigoyan starb durch Schüsse in Hals und Nacken. Seit Anfang der Proteste hatte der Mann mit dem markanten schwarzen Bart auf der Straße für den Machtwechsel demonstriert. Sergey war 1992 mit seiner Familie aus Armenien in die Ukraine eingewandert. Mit der geballten Faust und einer armenischen Flagge um die Schultern wurde er zu einer prägenden Figur des Widerstands. Auch Michael Zhyzneuski starb durch Schüsse. Der Weißrusse lebte seit 2005 in der Ukraine. Seine Freunde beschrieben ihn als „mutig, schlau und immer positiv“. Am Donnerstag bestätigten die ukrainischen Behörden den Tod eines dritten Regierungsgegners. Juri Werbizki sei erfroren in einem Wald nahe Kiew gefunden worden – so die offizielle Version. Aus Oppositionskreisen hieß es, seine Leiche weise Folterspuren auf. Über das Schicksal der ungen Frau auf dem Münchner Plakat war bis Donnerstag Nachmittag nichts bekannt.

tz

 

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