BGH kassiert Urteil

Hoeneß-Erpresser: Bekommt er eine mildere Strafe?

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Hoeneß-Erpresser Thomas S. (l.) kann auf eine mildere Strafe hoffen.

München - Zu drei Jahren und neun Monaten Haft ist Hoeneß Erpresser Thomas S. verurteilt worden. Ein zu hartes Urteil, findet der Bundesgerichtshof. Er hat das Urteil kassiert.

Er hatte im Gericht um Gnade gefleht - aber Hoeneß-Erpresser Thomas S. (51) wurde im Dezember 2014 zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Nun muss der Fall neu verhandelt werden: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil des Landgerichts München aufgehoben, wie die Bild am Sonntag berichtet.

Der Grund: Der BGH hält die Strafe für den Mann, der Hoeneß mit einem „unruhigen Haftverlauf“ gedroht hatte, für zu hoch. Thomas S. hatte drei Monate mehr Haft aufgebrummt bekommen als Steuersünder Hoeneß selbst. Richter Oliver Ottmann wertete den Erpressungsversuch als besonders schweren Fall. Grund: Die hohe Erpressungssumme von 215 000 Euro und die vielen Vorstrafen von Thomas S.

Hoeneß-Erpresser: Das stand im Brief von Mister X

Der Hoeneß-Erpresser hatte Handschuhe getragen, um keine Spuren zu hinterlassen. Unter anderem deswegen schrieb ihm der Richter laut BamS eine „erhebliche kriminelle Energie“ zu. Doch die BGH-Richter werteten nun  die nicht hinterlassenen Spuren anders, so die Zeitung. „Dem Angeklagten darf nicht zur Last gelegt werden, er habe den Ermittlungsbehörden seine Überführung nicht erleichtet.“

Allgemein sei das Münchner Urteil zu hart. Aus Stadelheim entlassen wird der Hoeneß-Erpresser trotzdem nicht: Der BGH hält den Schuldspruch grundsätzlich für rechtens. Thomas S. war im Mai 2014 bei einer fingierten Geldübergabe in Obersendling festgenommen worden.

wei

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