Von "Gefängnis" bis "Mildes Urteil"

Umfrage: Das sagen die Fans zum Hoeneß-Prozess

1 von 7
Adrian Hofheinz (52): "Ich bin seit 20 Jahren Fan des FC Bayern, beim Training habe ich Uli Hoeneß öfter mal getroffen. Er sollte in jedem Fall Präsident bleiben. Er hat Steuern hinterzogen, aber hat er niemanden umgebracht. Ich hoffe, dass er den Prozess psychisch gut verkraftet. Alles Gute, lieber Uli!"
2 von 7
Hinrich Saul (72): "Ich bin extra aus Cuxhaven angereist, um zu verfolgen, wie die der Fall rechtlich behandelt wird. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass Hoeneß ins Gefängnis geht. Ich denke, dann wird er das Urteil ganz sicher anfechten."
3 von 7
Claus Grundmann (56) aus Moers: "neß soll vor Gericht keinen Bonus erhalten, aber auch keinen Malus. Er wusste, was er tat – nun muss er sich vor Gericht verantworten. Seltsam, dass so schnell ein Urteil fällt."
4 von 7
Florian Florack (25): "Ich als Bayernfan und Mitglied hoffe, dass Hoeneß nicht in Haft muss. Auch wenn er auf Bewährung verurteilt wird, sollte er Präsident des Vereins bleiben."
5 von 7
Klaus Langgut aus Hof: "Sollte Uli Hoeneß verurteilt werden, darf er nicht Präsident des FC Bayern bleiben, auch nicht im Falle einer Bewährung. Dann muss er abtreten. So einen Präsidenten kann sich der ruhmreiche FC Bayern nicht mehr leisten."
6 von 7
Klaus Harreiter (49): "Ich hoffe auf eine milde Strafe für Uli Hoeneß. Man darf ihn nicht einsperren, er ist ein großer Wohltäter. Nicht alle seiner vielen guten Taten wurde öffentlich. In Deutschland gibt es wenige wie ihn. Er ist geständig und bereut. Deshalb sollte er sich bewähren dürfen."
7 von 7
Biggy Schiller: "Ich stehe seit 6.30 Uhr in der Schlange und hoffe auf einen fairen Prozessausgang. Uli Hoeneß ist ein Idol für mich. Aber ich fürchte für einen Freispruch wird’s nicht reichen. Ihm wird viel zugemutet."

München - Vor dem Justizpalast drängten sich am ersten Tag des Hoeneß-Prozesses dicht an dicht rund 100 Zuhörer und Fans. Deren Meinungen zum Prozess gehen weit auseinander.

Als frühmorgens die Sonne vom Stachus herüberscheint, ist der Justizpalast schon voll besetzt. Innen warten um kurz vor neun Uhr morgens Anwälte und Richter, die in den kommenden Tagen über das Schicksal von Uli Hoeneß entscheiden werden. Draußen drängen sich dicht an dicht rund 100 Zuhörer und Fans des FC Bayern – die ersten kamen schon nachts um drei Uhr.

Sie wollen wissen: Wie viel Schuld hat der Präsident des FC Bayern tatsächlich auf sich geladen? Als erste Infos nach draußen dringen und die horrende Steuerschuld von Uli Hoeneß bekannt werden, können es viele nicht fassen. Oder besser: Sie wollen nicht glauben, dass der einstige Saubermann über Jahre Steuern in zweistelliger Millionenhöhe hinterzogen hat.

Zwischen Übertragungswagen der Fernsehsender und den Einsatzfahrzeugen der Polizei tummeln sich in der Prielmayerstraße vor allem Fans und einfache Menschen – mit klarer Meinung. „Für uns sind diese Summen kaum nachvollziehbar“, sagt Martin Klugseder (48). „Ich könnte mein Leben lang arbeiten und würde nicht so viel verdienen, wie Uli Hoeneß an Steuern hinterzogen hat. Ich bin Löwen-Fan, aber ich wünsche niemandem den Knast – auch Hoeneß nicht.“ Dennoch: Eine gerechte Strafe fordern viele Zuhörer. Hoeneß soll so behandelt werden wie jeder andere Bürger auch, der vor Gericht steht. Ob der Richter das umsetzt? Davon wollen sich viele selbst überzeugen und stellen sich auch am Mittag noch an. Um 15.10 Uhr endet der Prozesstag – mit der Aussicht: Für Hoeneß wird es eng.

Uli-Hoeneß-Prozess: Live-Ticker am Tag nach dem Urteil

Andreas Thieme

Auch interessant

Meistgesehen

Großeinsatz nach Fund von Fliegerbombe: Teile von Obermenzing evakuiert
Großeinsatz nach Fund von Fliegerbombe: Teile von Obermenzing evakuiert
Stadt
Unsere Bilder des Tages
Unsere Bilder des Tages
Stadt
Hofbräu Dult – Brauereigelände verwandelt sich in eine Volksfest-Arena
Hofbräu Dult – Brauereigelände verwandelt sich in eine Volksfest-Arena

Kommentare