Sammer stärkt Hoeneß den Rücken

Steueraffäre: Prozess wohl erst 2014

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Matthias Sammer (li.) will Uli Hoeneß "noch ganz, ganz lang" beim FC Bayern halten

München - Bayern-Präsident Uli Hoeneß bekommt einmal mehr Rückendeckung in der Steueraffäre. Der Prozess könnte einem Medienbericht zufolge erst im Jahr 2014 beginnen.

Lobende Worte für Guardiola, Rückendeckung für Hoeneß: FCB-Sportvorstand Matthias Sammer hat Coach Pep Guardiola noch einmal Respekt gezollt. „Pep Guardiola hat uns alle in der Seele berührt und an gewisse Werte appeliert“, so Sammer bei der ersten Munich Talk Night am Montagabend. Und auch den in der Steueraffäre unter Beschuss geratenen Uli Hoeneß will Sammer „noch ganz, ganz lang“ beim Verein halten. „Ich habe den ganz großen Wunsch, dass es für ihn als Menschen positiv ausgeht und ich noch lange mit ihm zusammenarbeiten kann“, sagte Sammer.

Die im Stern veröffentlichten Gerüchte, der Bayern-Präsident habe auf einem Schweizer Bankkonto mehrere Hundert Millionen Euro geparkt, spielen für das Verfahren der Staatsanwaltschaft offenbar keine Rolle. "Es gibt kein neues Ermittlungsverfahren gegen Herrn Hoeneß. Das Verfahren ist für uns mit Anklageerhebung abgeschlossen", sagte Florian Gliwitzky, Sprecher der Staatsanwaltschaft, der Bild.

Dem Bericht zufolge haben die Hoeneß-Anwälte einen Fristverlängerungs-Antrag eingereicht. Die Verteidigung will Zeit gewinnen, um auf die Anklage der Staatsanwaltschaft schriftlich reagieren zu können. "Es ist richtig, dass die Verteidigung einen solchen Antrag gestellt hat. Noch ist darüber keine Entscheidung ergangen", wird Gerichtssprecher Hans-Kurt Hertel zitiert.

Das Blatt will erfahren haben, dass dem Antrag stattgegeben wird. Die Frage, ob es zu einem Prozess gegen Hoeneß kommt, verzögert sich damit. Dieser, sofern er stattfindet, würde demnach frühestens im Jahr 2014 beginnen.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

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lop/jb

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