Hoeneß: "Ich vertrete nur meine Überzeugungen"

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Uli Hoeneß engagiert sich in der Dominik-Brunner-Stiftung.

München - Uli Hoeneß ruft die jungen Menschen zu mehr Zivilcourage auf und erklärt, warum er sich für die Dominik-Brunner-Stiftung engagiert.

Als Spieler holte Uli Hoeneß mit der deutschen Nationalmannschaft und dem FC Bayern alle wichtigen Titel. Als Manager hat der heute 60-Jährige den FC Bayern zu einer weltbekannten Marke gemacht. Mittlerweile ist er „nur noch“ Präsident – und setzt sich nebenbei als Vorsitzender der „Dominik Brunner Stiftung“ für das Thema Zivilcourage ein.

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Uns hat er erklärt, warum er sich entschieden hat, für die Stiftung tätig zu werden – und, was er jungen Leuten rät:

„Ich war von dem Mord an Dominik Brunner 2009 in Solln schockiert. Die erste Reaktion war blankes Entsetzen und völlige Verständnislosigkeit für diese Tat. Ein mutiger Mensch ist gestorben und man fragt sich: Für was? Als mich der Vater von Dominik Brunner nach meiner Ansprache in der Allianz Arena anrief und fragte, ob ich bereit wäre, für die Dominik Brunner Stiftung aktiv zu werden, habe ich spontan zugesagt. Ich finde, jeder Einzelne sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen ganz persönlichen Beitrag zu mehr Mut und Zivilcourage in unserer Gesellschaft leisten. Denn Überzeugung und Rückgrat sind elementare Werte. Man muss für sie einstehen – immer und überall. Man sagt mir nach, ich würde gezielt provozieren. Im Grunde vertrete ich jedoch nur meine Überzeugungen, auch in der Öffentlichkeit. Das ist eine von vielen Formen der Zivilcourage. Dass so etwas andere Meinungen hervorruft und zu Diskussionen anregt, wird oft als provozierend bezeichnet. Euren jungen Lesern möchte ich noch mit auf den Weg geben, dass Gewalt immer die schlechteste aller Lösungen ist. Die Folgen für das Leben aller Involvierten können verheerend sein, wie der Tod von Dominik Brunner gezeigt hat. Auseinandersetzungen sollten mit guten Argumenten statt mit Schlägen ausgetragen werden. Davon ist noch niemand verletzt worden, gestorben oder jahrelang ins Gefängnis gekommen.“

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