So schneidet Schmid ab

Umfrage: So zufrieden sind die Münchner mit der Arbeit des OB

Trotz Bierpreisbremse: Die Münchner sind mit der Arbeit von OB Dieter Reiter zufrieden.
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Die Münchner sind mit der Arbeit von OB Dieter Reiter (l.) zufrieden. Die Idee einer Bierpreisbremse brachte kaum mehr Sympathiepunkte.
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Elisabeth Merk: Die Stadtbaurätin ist relativ bekannt – und unbeliebt.
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Alexander Reißl (SPD): Der Fraktionschef hat arge Beliebtheitseinbußen.
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Christine Strobl (SPD): Die Bürgermeisterin wird von etwa 50 Prozent erkannt.
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Manuel Pretzl (CSU): Der Fraktionschef wirkt auf die Mehrheit unsympathisch.

OB Dieter Reiter (SPD) genießt weiterhin hohe Sympathiewerte. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Mit seiner Politik sind auch mehr als zwei Drittel der Befragten (70,6 Prozent) zufrieden.

München - Für die Umfrage wurden von der RIM Marktforschung GmbH im Auftrag der Stadt 400 Münchner schriftlich befragt – im Zeitraum zwischen 12. April und 8. Mai. Im Vergleich zur vergangenen Umfrage von November 2016 ist die Bekanntheit Reiters zwar von 84,6 auf 80,9 Prozent gesunken, sein Sympathiewert aber gleichzeitig von 83,4 auf 88,0 Prozent gestiegen. Ähnlich sieht es bei Bürgermeister Schmid aus: Die Bekanntheit sank von 65,0 auf 62,2 Prozent, das Prädikat „sympathisch“ verliehen ihm 67,9 statt zuletzt 63,6 Prozent. Schmids Vorschlag einer Masspreisbremse auf der Wiesn hat ihm – gemessen an dieser Statistik – also weder einen Bonus noch einen Malus in der öffentlichen Beurteilung gebracht.

Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) kennen weiterhin etwa die Hälfte der Bürger. Als sympathisch beurteilen die Sport-Bürgermeisterin 76,6 Prozent (79,5).

Andere Kommunalpolitiker kaum wahrgenommen

Die Bekanntheit anderer maßgeblicher Münchner Kommunalpolitiker ist fast zu vernachlässigen, sie spielen in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie keine Rolle. Der Bekanntheitsgrad bewegt sich zwischen 11,4 Prozent bei Michael Mattar (FDP) und 19,4 Prozent bei Florian Roth (Grüne). Erstaunlich ist, dass selbst der CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl und sein Pendant von der SPD, Alexander Reissl, mit Werten von 13,2 und 11,9 Prozent völlig unbeschriebene Blätter sind. Beide müssen zudem mit dem Makel leben, ziemlich unbeliebt zu sein. Pretzl finden 54,2 Prozent der Bürger unsympathisch. Reissl rutschte in der Kategorie sogar ziemlich ab: Er wird nur noch von 52,6 Prozent der Befragten als sympathisch beurteilt, zuletzt waren es 69,3 Prozent. Noch unbeliebter ist der Umfrage zufolge FDP-Mann Michael Mattar, den 58,9 Prozent nicht mögen. Die beiden Grünen-Politiker Gülseren Demirel und Florian Roth verzeichnen hingegen mit Sympathiewerten von 75,0 und 64,2 Prozent ein wesentlich besseres Ergebnis.

Die Zufriedenheit mit der Politik von OB Reiter fällt nicht nur unter den SPD-Anhängern mit 88,4 Prozent sehr hoch aus, auch bei den Grünen (77,9 Prozent) und sogar unter den CSU-Anhängern gibt es eine breite Zustimmung von 71,3 Prozent. Befragt nach der Zufriedenheit mit der Rathauspolitik äußerten sich 63,3 Prozent zufrieden, 17,4 Prozent unzufrieden (keine Angaben machten 19,3 Prozent).

Münchner beim Wohnungsbau unzufrieden

Interessant sind die Ergebnisse für einzelne Teilbereichen der Stadtpolitik. So gibt es für die Themen „Planungspolitik“ und „Wohnungsbau/-förderung“ die schlechteste Beurteilung mit Zufriedenheitswerten von 37,9 beziehungsweise 32,1 Prozent. Besonders hohe Zufriedenheitswerte erzielten hingegen das Angebot von U-Bahn, Bus und Tram (79,6 Prozent), die städtische Wirtschaftspolitik (78,6 Prozent), die Gesundheits- und Krankenhausversorgung (74,4) sowie die sozialen Einrichtungen und Leistungen (70,7).

Knapp zwei Drittel der Nennungen stellen dem Schulangebot der Stadt ein positives Zeugnis aus (62,3 Prozent), gefolgt von der Arbeit des Kreisverwaltungsreferats (61,9 Prozent), der Umweltpolitik (58,4 Prozent) und den städtischen Baumaßnahmen (57,4 Prozent). Gut schneidet die nicht selten gerügte Stadtverwaltung ab: Knapp drei Viertel (72,4 Prozent) waren laut Umfrage zufrieden mit der Bürgerfreundlichkeit.

Bei den städtischen Referenten reicht die Bandbreite des Bekanntheitsgrades von 6,5 Prozent für Dorothee Schiwy (Soziales) bis 22,6 Prozent bei Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Letztere hat allerdings auch mit 64,2 Prozent die geringsten Sympathiewerte. Hier punkten vor allem Kulturreferent Hans-Georg Küppers (83,7 Prozent), Kämmerer Ernst Wolowicz (83,4) und Personalreferent Alexander Dietrich (88,6). Allerdings ist der Bekanntheitsgrad Dietrichs mit 6,9 Prozent verschwindend gering. Insgesamt ist die Bekanntheit der Referenten im Vergleich zum November 2016 geringfügig gestiegen, die Sympathiewerte sind aber größtenteils gesunken.

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