Umfrage: Zahl der Hochhaus-Gegner sinkt

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In München darf kein Gebäude höher sein als die Türme der Frauenkirche.

Die Zahl der Hochhaus-Gegner in München ist rückläufig. Das geht aus einer Umfrage der Marktforscher von RIM hervor. Dennoch will nahezu die Hälfte der Teilnehmer am Hochhaus-Entscheid von 2004 festhalten. 

In München darf kein Haus höher sein als die Türme der Frauenkirche. Das zumindest schreibt der Bürgerentscheid aus dem Jahr 2004 vor. Damals votierte eine knappe Mehrheit der Teilnehmer (50,8 Prozent) für die Höhenbremse. Die Meinung hat sich kaum gewandelt. Laut einer Umfrage des Regionalinstituts für Marktforschung (RIM Marktforschung GmbH) ist die Bevölkerung der Region weiterhin mehrheitlich gegen neue Hochhäuser über 100 Meter innerhalb des Mittleren Rings. Allerdings bröckelt der Widerstand. .

Das RIM hatte für das Meinungsbild im Zeitraum vom 14. Februar bis 15. März 709 Personen aus München und der Region befragt. Demnach sinkt der Anteil der Gegner von Gebäuden über 100 Meter innerhalb des Mittleren Rings auf 56 Prozent. Im Frühjahr 2018 hatten sich noch 65 Prozent dagegen ausgesprochen. 25 Prozent der Befragten sind dafür (2018: 17 Prozent). Die übrigen Teilnehmer haben dazu keine Meinung.

Bei den Bewohnern der Landeshauptstadt stellt sich das Bild ähnlich dar. 59 Prozent sind gegen den Bau von Hochhäusern, im Frühjahr 2018 waren es 68 Prozent. Mittlerweile sprechen sich aber sogar 30 Prozent der Befragten für den Bau aus. 2018 waren es lediglich 18 Prozent.

Unter der Umlandbevölkerung aus den Landkreisen München, Freising, Erding, Ebersberg, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Dachau sind derzeit 54 Prozent (2018: 62 Prozent) gegen und 21 Prozent für den Bau.

Die Einstellung gegenüber neuen Hochhäusern außerhalb des Mittleren Rings in München hat sich gegenüber dem Frühjahr 2018 jedoch verschoben: Der Anteil der Befürworter liegt mittlerweile bei 37 Prozent (2018: 30 Prozent) aller Befragten. Der Anteil der Gegner schrumpft von 50 Prozent (2018) auf nun 42 Prozent.

Nahezu die Hälfte der Befragten (44 Prozent) ist dennoch dafür, an dem Bürgerentscheid aus dem Jahr 2004 festzuhalten. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer würden heutzutage Hochhäuser über 100 Meter zulassen, allerdings mit einer weiteren Höhenbegrenzung. Lediglich 14 Prozent würden ein Bauen ohne weitere Höhenbegrenzung erlauben.

Am Hirschgarten: Weil zwei geplante Hochhäuser die in München geltende 155-Meter-Marke zu sprengen drohen, regt sich Widerstand gegen die Entwürfe des weltberühmten Architekturbüros.

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