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Umweltfreundliches Anflugverfahren am Airport München

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Eine umweltfreundliche Anflugtechnik soll am Münchner Flughafen Sprit sparen und den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid senken. © dpa

München - Eine umweltfreundliche Anflugtechnik soll am Münchner Flughafen Sprit sparen und den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid senken.

Das Verfahren sei gut acht Monate getestet worden und werde nun weiter eingesetzt, sagte Martin Köppl, Sprecher der Flugsicherung in München, der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Das hat sich bewährt.“ Bei dem Verfahren namens CDA (Continous Descent Approach = Kontinuierlicher Sinkflug) sollen Flugzeuge vor der Landung im Gleitflug die Triebwerke möglichst lang im Leerlauf betreiben. Das Verfahren, das auch die Lärmbelastung verringern könne, werde bereits in Köln und Frankfurt/Main angewendet. Allerdings sei die Anflugtechnik nur in Randzeiten möglich, wenn nicht viele Flugzeuge unterwegs sind. “Im Moment ist der große limitierende Faktor die Anzahl der Flugzeuge, die gleichzeitig im Luftraum unterwegs sind.“ In verkehrsstärkeren Zeiten seien viele Maschinen unterwegs.

Sie müssten in einer strikt vorgegebenen Bahn zu Boden kommen, dafür brauchten sie Motorkraft. Damit könnten nicht alle im Leerlauf bis zur Piste gleiten. Wie sich der umstrittene Bau einer dritten Start- und Landebahn hier auswirken würde, sei offen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Flüge sei die Einsatzmöglichkeit der neuen Anflugtechnik relativ begrenzt, sagte Köppl. “Wir arbeiten daran, es zukünftig mehr Flugzeugen zu ermöglichen, dieses Verfahren durchzuführen.“ Auch während des Fluges gebe es Phasen, in den der Pilot in den spritsparenden Gleitflug gehen könne, etwa wenn er in eine niedrigere Flughöhe wechsele. Das Verfahren spart Treibstoff und mindert damit die CO2-Emission und den Lärm. Je nach Flugzeugtyp, Flugstrecke und Wetter könnten zwischen 50 und 150 Kilogramm Kerosin pro Anflug gespart werden - das entspreche CO2-Einsparungen zwischen 160 und 470 Kilogramm pro Anflug. Bei Tests in Frankfurt und Köln/Bonn habe sich gezeigt, dass auch der Lärm in bis zu 55 Kilometern Entfernung von der Landebahn reduziert werden konnte.

dpa

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