Unbekannter verpestet Einkaufszentrum mit stinkendem Gift

München - Die Polizei sucht nach einem Unbekannten, der bereits mehrfach übelriechende, giftige Substanzen in Müllbehältern von Einkaufszentren in München deponiert hat.

Was treibt den Unbekannten zu solchen Taten? Bereits neunmal hat der Mann in den zurückliegenden Monaten im Einkaufszentrum PEP Unrat der besonderen Art in den dortigen Müllbehältern hinterlassen: Aluminiumsulfid, das übelst riecht und nicht gerade gesund ist, wenn man zuviel davon einatmet.

Zwölf Menschen mussten am Einkaufszentrum im Stadtteil Neuperlach wegen Atemwegsbeschwerden vorübergehend ambulant behandelt werden.

Zuletzt war der Mann am Freitag aktiv, und damit nicht genug: Mit weiteren Attacken legte er gestern Abend die U-Bahnhöfe Neuperlach und Ostbahnhof für längere Zeit lahm. Niemand durfte die Bahnhöfe betreten, und die Züge fuhren ohne Stopp bis zum nächsten Bahnhof durch. Welche Kosten die Betriebsstörung bei der U-Bahn und die Einsätze von Polizei und Feuerwehr verursacht haben, konnte am Freitagabend noch nicht beziffert werden.

Man wird sie dem Täter aber präsentieren, wenn man ihn denn erst gefasst hat. Dass die Fahnder ihn ermitteln können, scheint so gut wie sicher, denn: Das Foto einer Überwachungskamera ist so gut, dass er schnellstens erkannt werden dürfte.

Wer den Stinkbombenleger kennt, kann dies unter Tel. 089-2910-0 der Münchner Polizei mitteilen. Die dürfte auch brennend an dem Motiv des Mannes interessiert sein: Ist es vielleicht ein entlassener Angestellter des PEP, der sich an seinen Arbeitgebern rächen will? Oder ist er – das wäre wenigstens eine einigermaßen romantische Variante – in eine hübsche PEP-Angestellte verliebt, die sein Werben so gar nicht erhören mag? Wie auch immer, wir werden berichten!

tz

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