Polizei schreitet ein

Kaffeefahrt endet mit böser Überraschung

München - Völlig unerwartet endete am Mittwoch die Kaffeefahrt einer 35-köpfigen Seniorengruppe auf der Rückfahrt von Salzburg nach München. Die Polizei musste einschreiten.

Den Beamten der Verkehrspolizei München fiel bei einer Kontrolle auf der Autobahn der Bus eines oberbayerischen Reiseunternehmens auf, weil er beim Überholen des Polizeifahrzeuges den Sicherheitsabstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug erheblich unterschritt.

Bei der anschließend durchgeführten Überprüfung des Fahrtenschreibers staunten die Beamten nicht schlecht. Innerhalb der letzten vier Wochen hatte der 42-jährige Fahrer zahlreiche, teils gravierende Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten begangen. In diesem Zeitraum hatte er lediglich an nur fünf Tagen keinen Bus gelenkt und 28 mal die vorgeschriebenen täglichen Ruhezeiten unterschritten. Da aktuell keine Verstöße feststellbar waren, konnte der Fahrer nach Beendigung der Maßnahmen seine Fahrt in die Münchner Innenstadt fortsetzen.

Obwohl der Fahrer von seinen Fahrgästen für seine Fahrweise gelobt wurde, erwartet ihn jetzt eine Anzeige mit einem Bußgeld von mehreren Tausend Euro. Auch sein Arbeitgeber muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Die Münchner Verkehrspolizei legt bei der Verkehrsüberwachung einen besonderen Wert darauf, dass Fahrgäste im Bereich der gewerblichen Personenbeförderung auf die Zuverlässigkeit der eingesetzten Unternehmen und Fahrer vertrauen können.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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