Unfall im Einsatz: Polizisten schwer verletzt

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Der verunglückte Polizei-Bus.

Planegg - Sie wollten Kinder retten – nun ringen zwei Polizeibeamte selbst um ihr Leben. Auf der Fahrt zum Einsatz verunglückten sie mit ihrem VW-Bus am Sonntag bei Planegg schwer.

Es war gegen 13 Uhr, als bei der Bundespolizei der Alarm einging: Ein Lokführer meldete spielende Kinder im Gleisbett an der Strecke München-Starnberg, Nähe Planegg. Die beiden Beamten der Bundespolizei-Inspektion am Hauptbahnhof liefen zu ihrem VW-Bus und rasten mit Martinshorn und Blaulicht los.

Das Einsatzfahrzeug verließ die A 96 bei der Ausfahrt Germering und nahm die Kreisstraße M 21 Richtung Planegg. Bald darauf geschah es: In einer lang gezogenen Linkskurve noch vor der Einmündung Sanatoriumsstraße geriet der VW-Bus vermutlich aufgrund hoher Geschwindigkeit zunächst aufs Bankett, driftete auf die Gegenfahrbahn, kam nach rund 100 Metern nach rechts von der Straße ab und prallte gegen mehrere Bäume. Die Wucht des Aufpralls zerstörte den VW-Bus völlig. Vorbeikommende Radfahrer zogen die beiden schwer verletzten Beamten aus dem Wrack und setzten einen Notruf ab.

Zwei Notärzte kümmerten sich um die Erstversorgung der Unfallopfer, worauf der Rettungshubschrauber Christoph 1 sie in eine Klinik flog. Auf Merkur-Anfrage sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntagnachmittag, der eine Beamte sei weniger schwer verletzt und könne möglicherweise noch am Abend aus dem künstlichen Koma erwachen. Sein Kollege allerdings sei „schwerstverletzt“, sein Zustand ernst. Offenbar schwebte er in Lebensgefahr. Genaueres könne man erst am Montag sagen.

Bei den Beamten soll es sich um junge Männer handeln; einer von ihnen hatte erst vor kurzem seinen Lehrgang beendet und den Dienst auf der Inspektion angetreten. An dem Einsatz, für den die M 21 mehrere Stunden komplett gesperrt werden musste, beteiligten sich die Feuerwehren Planegg, Germering und Unterpfaffenhofen.

Martin Schullerus

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