Nach sechs Wochen

Opfer des Radl-Rambos aus Koma aufgewacht

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Orhan S. (74) liegt seit dem Unfall auf der Intensivstation.

München - Ein Radl-Rambo hat vor rund sechs Wochen in der Hansastraße Orhan S. umgefahren, der seitdem mit dem Tod ringt. Die Familie fahndete auch auf eigene Faust - mit Erfolg.

Rücksichtslos wurde er von einem Radfahrer gerammt – und einfach liegen gelassen: Sechs Wochen nach seinem Horrorunfall ist der 74-jährige Rentner nun wieder aus dem Koma erwacht und befindet sich auf dem Weg der Besserung. „Er braucht noch Zeit – aber er lächelt schon wieder wenn er mich und meine beiden Brüder sieht“, erzählt Sohn Umut S. (28).

An dieser Stelle auf der Hansastraße passierte der schreckliche Unfall.

Zurück zum Tag des Schreckens: Orhan S. und seine Frau Ülkü (66) schlendern mit einer Freundin am späten Abend des 30. Mai heimwärts. Weil der Fußgängerweg der Hansastraße blockiert ist, muss Orhan S. auf den Radweg ausweichen. In diesem Moment wird er von einem 30-jährigen Radfahrer angefahren. Laut Zeugen war der Radl-Rambo auf der falschen Seite und ohne Licht unterwegs, Das Opfer fällt zu Boden und prallt mit dem Hinterkopf auf den Gehweg. Zunächst zeigt sich der Radl-Rambo noch kooperativ und wartet mit auf den Rettungsdienst. Doch während sich die Sanitäter um den schwerverletzten Mann kümmern, überlegt es sich der Täter anders und verschwindet. Erst eine Woche später stellt er sich der Polizei. Da liegt Orhan S. noch mit einem Schädel-Hirn-Trauma im Universitäts Klinikum rechts der Isar im Koma – weitere fünf Wochen werden folgen.

Mehrmals wird der 74-Jährige operiert, die Familie darauf vorbereitet, dass er schwere Gehirnschäden davontragen wird. Sohn Umut S. erzählt wie schlecht es der Familie in dieser Zeit ging: „Es war sehr schwierig den Vater so zu sehen, so anders.“ Doch dann passiert das Unfassbare: Der Zustand des Mannes bessert sich, am 25. Juni kann er aus dem Klinikum rechts der Isar in die Aufwachstation der Schön-Klinik nach Bad Aibling verlegt werden. Es ist ein kleines Wunder, wie die Genesung des Rentners seitdem stetig vorangeht. Zwar hat er noch Probleme mit dem Schlucken und Atmen, und auch sein linkes Auge kann er noch nicht öffnen, aber er ist jeden Tag ein paar Stunden wach. Die Söhne fahren ihn im Rollstuhl durch den Park der Reha-Klinik. Einige Monate wird es wohl noch dauern bis er wieder nach Hause kann, aber es sieht wieder besser aus.

daw

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