Wegen Fluchtgefahr

Todesfahrer (50) sitzt jetzt in U-Haft

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Bei dem Unfall starben zwei Brüder.

München - Der Fahrer, der beiden Brüder Thomas und Stephan am Innsbrucker Ring zu Tode gefahren hat, sitzt in Untersuchungshaft. Es besteht Fluchtgefahr.

Vier Tage nach dem katastrophalen Lastwagen-Unfall mit zwei Toten am Autobahnende in Ramersdorf (tz berichtete), sitzt der rumänische Fahrer (50) nun in U-Haft. Weil er bei dem Unfall einen Beckenbruch erlitt, kam er auf die Krankenstation in Stadelheim. Der Haftrichter erließ am Montag Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung, weil der in Spanien lebende Mann in Deutschland keinen Wohnsitz hat und damit Fluchtgefahr besteht. Der Beifahrer – ein in Portugal lebender Kraftfahrer (53) aus Moldawien – ist auf freiem Fuß. Er macht in seiner Aussage den dichten Nebel für den Unfall verantwortlich. Einen Sekundenschlaf seines Kollegen schloss er aus.

Der Lkw war mit Tempo 65 über die vielbefahrene Kreuzung am Innsbrucker Ring geschossen, hatte zunächst einen BMW und dann den roten Honda Jazz der Brüder Thomas (39) und Stephan K. (42) gerammt, die gerade von einem schönen Abend in ihrem Schachclubkamen. Die Brüder erlitten dabei so schwere Kopfverletzungen, dass sie kurz darauf im Krankenhaus starben.

Die Trauer der Angehörigen und der beiden Lebensgefährtinnen ist unendlich. Auch in der Cincinattischule am Fasangarten fließen viele Tränen. Dort war Thomas K. Sportlehrer – ein bei Kollegen und Schülern gleichermaßen beliebter Kollege. Eine befreundete Lehrerin brach im Schock zusammen und benötigte einen Arzt. Bereits am Dienstag wurde für Thomas K. ein Schulgottesdienst abgehalten, sein Bild und eine Kerze aufgestellt – stiller Abschied von einem liebenswürdigen Mann, den so viele in ihr Herz geschlossen hatten.

Tödlicher Unfall auf dem Innsbrucker Ring

Tödlicher Unfall auf dem Innsbrucker Ring

tz

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