Putzbrunn: Fiat-Fahrerin (24) tot

Grasbrunn – Am Freitagmorgen ist eine Frau (24) bei einem Unfall in der Nähe von Grasbrunn ums Leben gekommen. Sie war mit einer Kehrmaschine zusammengestoßen. Fast an der selben Stellen hatte am Donnerstag ein Motorradfahrer sein Bein verloren.

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Die Frau kam nach der Kurve Richtung Haar auf der B 471 aus bisher ungeklärter Ursache gegen 6 Uhr auf die Gegenfahrbahn und prallte dort ungebremst mit einer Kehrmaschine zusammen. Die junge Frau starb sofort. Der Fahrer der Kehrmaschine, der Richtung Putzbrunn fuhr, blieb unverletzt.

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„Ein schlimmer Anblick. So etwas habe ich in den 43 Jahren, die ich nun Dienst für die Feuerwehr tue noch nicht gesehen“, beschrieb der Grasbrunner Kommandant Jakob Hagn die schreckliche Situation beim Eintreffen der Wehr. Mit Spreizer und Rettungsschere mussten Hagn und seine Kameraden das Mädchen aus dem völlig zerstörten Auto befreien. Der Aufprall auf die schwere Kehrmaschine, die aus Haar kam, war wie das Fahren gegen eine Betonwand. Der Fiat wurde wie Butter zusammen gequetscht. „Der Körper sah entsetzlich aus. Unten war alles offen“, beschreibt Hagn noch betroffen die Situation: „Sie hatte absolut keine Chance.“

Laut Auskunft des Polizeipräsidiums war die 24-jährige offensichtlich unterwegs zu ihrem in Nürnberg lebenden Vater. Über die sonstigen Lebensumstände der Frau, auch ob sie ansonsten bei ihrer Mutter oder allein in Perlach lebt, konnte die Polizei gestern nichts sagen. Warum sie in der Kurve bei Keferloh auf die Gegenfahrbahn kam, kann nur spekuliert werden. Eventuell wurde sie von der Kurve überrascht und lenkte zu hastig dagegen, oder war noch müde und fuhr geradeaus weiter.

In Folge der Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme durch die Polizei musste die B 471 komplett drei Stunden gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Insgesamt waren für die Sperrarbeiten 29 Grasbrunner Feuerwehrmänner im Einsatz. Auch die Kehrmaschine musste noch geborgen und gesichert werden. Sie hatte bei dem Aufprall einen Achsenbruch erlitten, war nicht mehr fahrbereit und verlor Öl. Der Fahrer, der die Maschine noch versucht hatte nach rechts ins Maisfeld zu ziehen, konnte zwar gänzlich unverletzt das Fahrzeug verlassen, war aber von dem schrecklichen Unfall sehr betroffen und schockiert.

Vor allem der aus Neubiberg und Waldperlach kommende Verkehr Richtung Autobahn musste in Folge umgeleitet werden. Das führte auf Höhe Neukferloh zum einem Kilometer langen Stau zwischen Sportpark und der Abbiegung B 304. Die B 304 war in diesem Fall glücklicherweise noch bis zum Freitagmorgen wegen Teerarbeiten nahe Baldham komplett Richtung Osten gesperrt. So konnte die Haarer Polizei ohne größere Probleme per Hand den Verkehr an dieser Kreuzung regeln. Normalerweise ist die Ampelschaltung für verstärkten Linksverkehr von Neukferloh kommenden nicht ausgerüstet. So aber konnten die aufstauenden Fahrzeuge einigermaßen reibungslos im Linksverkehr zurück nach Haar oder zur Autobahnauffahrt geführt werden.

Für die Grasbrunner Wehr war es der zweite schreckliche Verkehrsunfall in zwei Tagen: Nur 500 Meter entfernt hatte am Donnerstagnachmittag ein Motorradfahrer (35) bei einem schweren Unfall seinen Unterschenkel verloren.

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