Dieses Foto zeigt die Spuren

Unfassbar! Gehbehinderter im Zug schikaniert

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Dieses Foto zeigt die Spuren: Mit einer klebrigen Masse aus Chips und Wasser ist der Sitz überzogen, auf dem der 16-jährige Schüler saß.

München - Unfassbar! Gleich zwei Mal haben Jugendliche am Freitag am Münchner Hauptbahnhof andere junge Menschen erniedrigt. Ein Opfer war ein gehbehinderter Schüler.

Ein 16-jähriger gehbehinderter Schüler aus Hadern ist am Freitag Opfer eines 18-Jährigen aus einem Wohnheim in Abensberg geworden. Er war mit seiner Schulklasse im Zug auf dem Weg von Nürnberg nach München, als er von dem alkoholisierten 18-Jährigen mit einer Mischung aus aufgeweichten Chips und Wasser übergossen wurde. Doch damit nicht genug: Nachdem der Täter den Brei aus einer Chipsrolle über das Gesicht und den Kopf des gehbehinderten Schülers geschüttet hatte, schubste er den 16-Jährigen zu Boden. Der Schüler landete zwischen den Sitzreihen, blieb aber zum Glück unverletzt.

Das zweite Mal schlug ein Freund des 18-Jährigen gegen 15 Uhr auf Gleis 20 am Hauptbahnhof zu. Die Bundespolizei fand dort einen 15-Jährigen aus Obermenzing, der im Gesicht und am Körper mit schmieriger Flüssigkeit bedeckt war. Laut Polizeibericht hatte der Schüler keine Schmerzen. Die Beamten fingen an, die Schulklasse des Jungen zu befragen, und es stellte sich heraus, dass ein 20-jähriger Begleiter des 18-Jährigen, der im Zug den Gehbehinderten schikaniert hatte, ebenfalls sein Unwesen getrieben hatte. Er hatte zudem am Hauptbahnhof einem 15-jährigen Klassenkameraden des Obermenzingers mit einem elektrischen Rasierer einige Haare abrasiert.

Die beiden Verdächtigen waren laut Polizei mit einem 21-Jährigen unterwegs. Alle drei leben in einem Jugendwohnheim in Abensberg. Die Täter hatten 0,71 bzw. 1,20 Promille Alkohol im Blut. Gegen sie wird nun wegen versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

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