Fast jedes zweite Kind ist unterernährt

Unicef ist ihre letzte Hoffnung

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Gama (5) isst die Unicef-Spezialnahrung für unterernährte Kinder.

Sind sie nicht wunderschön? Das Foto von Safia und ihrem Baby Fondi erinnert an ein Gemälde, so makellos ist es.

Aber es zeigt die bittere Realität in Äthiopien. Die 20-jährige Mutter und ihr ein Jahr alter Bub hoffen in einer Auffangstation für unterernährte Kinder in der Provinzstadt Harar auf Hilfe. In einem winzigen Krankenzimmer sitzt Safia zusammen mit fünf anderen Müttern und ihren kranken Kindern auf den schmalen Betten. Die Auffangstation ist die letzte Hoffnung der jungen Mütter. Wird Unicef ihre Babys retten können?

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen tut alles Menschenmögliche, um Kinder wie Fondi – er wiegt nur 6,2 Kilogramm – aufzupäppeln. Im ganzen Land hat Unicef ambulante Center und für schwere Fälle wie Fondi auch stationäre Krankenstationen eröffnet. Die flächendeckende Versorgung ist wichtig in einem Land, in dem es keine Krankentransporte gibt und in dem sich die Menschen nicht mal die wenigen Dollar für eine Taxifahrt leisten können. Die Center müssen zu Fuß zu erreichen sein. Möglichst jede Mutter soll die Chance haben, ihr geschwächtes Baby untersuchen zu lassen. Und es sind viele Mütter mit noch mehr Kindern, die diese Chance wahrnehmen: In Äthiopien ist fast jedes zweite Kind unterernährt.

Mama Safia (20) mit ihrem Baby Fondi

Von Unicef ausgebildete Krankenschwestern vermessen die armen Würmchen – meistens wiegen sie nicht einmal die Hälfte des Normalgewichts. Die Therapie? Essen! Praktisch in Plastiktüten verpackt, verteilt Unicef millionenfach „Plumpy Nut“ – eine hochproteinhaltige und extrem energiereiche Aufbaunahrung für mangelernährte Kinder. Die Paste schmeckt wie sehr süße Erdnussbutter – die Kinder können gar nicht genug davon bekommen.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Simone Herzner

Quelle: tz

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