"Lasse mir den Mund von niemandem verbieten!"

Unterbringung von Flüchtlingen: Zoff zwischen Reiter und Schmid

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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Bürgermeister Josef Schmid (CSU).

München - Neuer Krach im Rathaus! Gibt es Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen? Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Bürgermeister Josef Schmid sind aneinander gerasselt.

Bürgermeister Josef Schmid (CSU) formulierte vor Wochen einen Hilferuf. OB Dieter Reiter (SPD) warf ihm danach vor, mit diesen Aussagen zu „zündeln“ und seine Kompetenzen zu überschreiten. Am Sonntag schlug Schmid auf dem Aubinger Herbstfest zurück! „Ich lasse mir den Mund von niemandem verbieten!“ Den Vorwurf der Zündelei bezeichnete Schmid als „Unverschämtheit“, die er „aufs Allerschärfste“ zurückweise. Das Machtwort Reiters nannte er ein „absurdes Diskussionsverbot“, München habe ein Raumproblem. Nicht er würde zündeln, sondern derjenige, der versucht, „die offene Diskussion über ganz offensichtliche Probleme zu unterbinden“.

Schmid: „Das Boot ist nicht voll. Aber das Boot droht zu kentern, wenn wir nicht aufpassen!“ Richtig sei, dass Flüchtlinge längst an Orten untergebracht werden müssten, „die nicht optimal sind“. Erneut schlug Schmid vor, Flüchtlinge in weniger bewohnten Regionen unterzubringen. Viele Prominente würden diese Idee unterstützen. Und „das sind alles genauso wenig Demagogen und ‚Zündler‘ wie ich!“ Allenfalls Leute, „die über die Bewältigung aktueller Notsituationen hinaus denken“, so Schmid. Dieter Reiter traut er das offenbar nicht zu.

tos

Lesen Sie hier alle Entwicklungen zur Situation der Flüchtlinge in München in unserem Live-Blog.

Fotos: Flüchtlinge werden in der Münchner Messe untergebracht

Bilder: Flüchtlinge werden in der Münchner Messe untergebracht

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