Neues Quartier soll entstehen

Ehemaliges Osram-Gelände: Planungen werden konkreter

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Das Osram-Gelände an der Hellabrunner Straße: Ab 2018 soll auf dem Grundstück ein neues Quartier mit 370 Wohnungen entstehen.

München - Wie soll das alte Osram-Gelände umgebaut werden? Im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb Anfang Oktober haben sich zwei Vorschläge durchgesetzt.

Die Planungen für das ehemalige Osram-Gelände in Untergiesing an der Hellabrunner Straße konkretisieren sich: Die Wettbewerbsvorschläge von Ortner und Ortner Baukunst in Zusammenarbeit mit TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftarchitekten, beide aus Berlin, sollen für weitere Planungen zugrunde gelegt werden. Das wurde auf der Preisgerichtssitzung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs vom 8. und 9. Oktober beschlossen. Ob das Osram-Gebäude erhalten bleibt, ist aber noch nicht klar. Das hat die Stadt am Dienstag mitgeteilt.

Für beide Planungsvarianten - Erhalt beziehungsweise Abriss des Osram-Gebäudes - hätten die beiden Büros die überzeugendste Lösung vorgelegt. Ihre Entwürfe sollen nun vertieft untersucht, dann die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.muenchen.de/plan, Suchbegriff: Osram. Hier finden Sie auch die Vorschläge, die die zweiten und dritten Plätze erreicht haben. 

370 Wohneinheiten - ein völlig neues Quartier

Seit dem Umzug des Firmensitzes ab 2012 nach Schwabing war die ehemalige Verwaltung von Osram frei für eine neue Nutzung. Am 18. Dezember 2013 fasste der Stadtrat einen sogenannten Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss, nach dem das Areal in ein Wohngebiet zentral an der Isar und am Mittleren Ring umgewandelt werden soll: Ungefähr 370 Wohneinheiten sollen auf dem Areal entstehen, mit öffentlichen und privaten Grünflächen sowie kleineren gewerblichen und sozialen Einrichtungen sollen sie ein neues Quartier bilden.

Vor einem Jahr hatte Osram das Grundstück an die ABG-Unternehmensgruppe in Kooperation mit der BÜSCHL Unternehmensgruppe veräußert. Die neuen Eigentümer lobten in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München im Juni den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb aus. Im Preisgericht saßen neben Vertretern der Auslober und Repräsentanten der Münchner Politik auch Städtbaurätin Elisabeth Merk und weitere Fachvertreter für Städtebau, Landschaftsplanung und Denkmalpflege. 

Im Vorfeld des Wettbewerbes fand am 12. Mai eine Einwohnerversammlung des örtlichen Bezirksausschusses - laut Stadt als frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung - statt. Bei der Veranstaltung konnten die Anwohner gemeinsam mit Vertretern des Referates für Stadtplanung und Bauordnung und weiteren Experten ihre Wünsche und Vorstellungen formulieren und diskutieren, um diese in den Wettbewerb mit einfließen zu lassen. 

mm/tz

 

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