Tiere wurden definitiv vergiftet

Fischsterben im Auer Mühlbach: Ein Fall für die Kripo!

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Die Fischer Moritz Gärth (links) und Sebastian Hanfland mit den vergifteten Fischen.

München - Dass die Tiere vergiftet wurden, steht mittlerweile außer Frage. Die Frage ist nur: Welches Gift war es? Hunderte Fische trieben Dienstag früh kieloben im Auer Mühlbach nahe der Kraemerschen Kunstmühle.

Doch auch am Freitag kannte die Polizei noch nicht das Ergebnis der Laboranalyse. Polizeisprecher Thomas Baumann: „In zwei Laboren des Landeskriminalamtes und des Landesamtes für Umwelt werden die Tiere und zahlreiche Wasser- und Bodenproben derzeit untersucht. Mit dem Ergebnis rechnen wir Anfang nächster Woche.“ Die Analysen sind offenbar sehr aufwendig: „Bis ein Fisch untersucht werden kann, muss er acht Stunden lang präpariert werden. Die Labormitarbeiter arbeiten auch am Wochenende.“

Am Ufer des Baches wurde ein leuchtend blaues Pulver entdeckt, das nach Polizeiangaben möglicherweise doch nicht für das Massensterben der Fische verantwortlich sein soll. Die Isarfischer und der Landesfischereiverband waren bislang davon ausgegangen, dass es sich um giftiges Kupfersulfat handeln könnte. Der Stoff steckt in Silvesterraketen und wird auch für die Schädlings- und Algenbekämpfung verwendet.

Für die Isarfischer bedeutet das Massensterben der Tiere einen herben Rückschlag. Erst im Winter hatten sie den Kunstmühlen-Nebenbach aufwendig naturiert. Mit einer Schulklasse wollten sie Fischarten wie Koppen, Äschen und Bachforellen einen Rückzugsort schaffen. Im Frühjahr waren sie geschlüpft. Jetzt ist wohl die Hälfte qualvoll verendet.

dop

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