Mord mit Ansage

Geständnis! Dieser Giesinger erstach seine Ehefrau

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„Es tut mir leid“: Taifoun A. (35) vor Gericht.

München - Seine Ehefrau musste sterben – weil sie ihn verlassen und die beiden Kinder mitnehmen wollte! Taifoun A. (35) gestand am Montag vor dem Landgericht, seine Frau Sampre († 29) getötet zu haben.

Mit einem Küchenmesser sticht der arbeitslose Grieche am 14. Oktober 2013 in der Reginfriedstraße fünf Mal zu. Einmal trifft die 21 Zentimeter lange Klinge mitten ins Herz. Sampre verblutet im Hausflur.

Der Tatort in der Giesinger Reginfriedstraße: Kurz nach der Bluttat transportieren Bestatter die Leiche der zweifachen Mutter ab.

Es war ein Mord mit Ansage! Am ersten Prozesstag zeigt sich, wie belastend Sampres Beziehung gewesen sein muss. Laut Anklage war die Ehe der beiden seit Juni 2013 zerrüttet. Schon Tage und Wochen vor der Tat bedrohte Taifoun A. seine Frau und missachtete sogar ein gerichtliches Kontaktverbot (siehe Kasten). „Ich litt darunter, dass ich meine beiden Kinder nicht sehen durfte“, sagt A. Laut Anklage betrachtete er Sampre als sein Eigentum und wollte sie dafür bestrafen, weil sie sich ihm nicht unterordnete. „Für ihn hatte Sampre kein eigenes Entscheidungsrecht“, sagt Staatsanwalt Markus Koppenleitner. „Sie sollte seine Drogensucht und Verschwendung sowie seine Demütigungen und Misshandlungen widerspruchslos dulden.“ An der Trennung sei Taifoun A. selbst schuld gewesen. Aber er akzeptierte sie nie!

Über Verteidiger Michael Adams räumt Taifoun A. die schreckliche Tat ein. „Mit dem Messer wollte er sie nur beeindrucken und ängstigen. Ihren Tod hatte er nicht geplant“, trägt der Anwalt vor. Seine Tat bedauere Taifoun A. sehr. „Ich bitte tausend Mal um Entschuldigung“, sagte der Täter. Für die Staatsanwaltschaft ändert das vorerst nichts: Die Anklage lautet auf Mord!

Untergiesing: 29-Jährige mit Messer erstochen

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Sampre B. († 29) war seit Mai 2006 mit Taifoun A. (35) verheiratet. Er stach sie am 14.10.2013 nieder.

Demnach passt Taifoun A. am 14. Oktober 2013 Sampre gegen 8 Uhr morgens vor der Haustür ab – das gewaltige Messer versteckt er im Ärmel seiner Jacke. Laut Anklage drängt er sie in eine schmale Ecke am Briefkasten, aus der sie nicht entkommen kann. Dann sticht er zu! Erst in die Brust, dann von links unter die Achsel ins Herz. Blutend fällt Sampre zu Boden. Dort sticht Taifoun A. ihr noch dreimal in den Rücken, bis das Messer in einem Wirbel stecken bleibt.

Vor Gericht wollte er sich gestern nicht zur Sache äußern. Ihm droht lebenslange Haft.

Andreas Thieme

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