Polizeiübergriff am Grünwalder

Gewalt-Eklat gegen Fans: Jetzt ermittelt das LKA

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Bei den gewalttätigen Übergriffen der Polizei wurde ein Fan durch einen Schlagstock schwer am Kopf verletzt.

München - Bei dem Gewalt-Eklat zwischen Fans und Polizei am Grünwalder Stadion gehen die Meinungen hinsichtlich des Auslösers weit auseinander. Nun ermittelt das Landeskriminalamt gegen Polizeibeamte.

Die Gewalt gegen Fans im Rahmen des Regionalliga-Spiels FC Bayern II gegen FC Schweinfurt am Samstagnachmittag zieht nun Ermittlungen des bayerischen Landeskriminalamts nach sich. Wie die tz berichtet, haben sieben Schweinfurter Anzeige gegen Polizisten wegen Verdachts der Körperverletzung im Amt erstattet. Das LKA bestätigte gegenüber unserer Onlineredaktion, dass die Behörde seit Dienstag gegen die Beamten ermittelt.

Bei der Auseinandersetzung zwischen Polizei und Schweinfurt-Anhängern am Grünwalder Stadion sind sich die teilnehmenden Parteien uneinig über den genauen Hergang der Ereignisse. Während ein Fan von einer vollkommen unprovozierten Attacke der Beamten sprach, ist bei der Polizei von Übergriffen der Anhänger der Unterfranken die Rede.

Klar ist aber, dass mehrere Beamten mit Schlagstöcken auf die Fans der "Schnüdel" losgingen. Der Fan-Beauftragte Dominik Groß schilderte die Situation gegenüber dem Bayerischen Rundfunk so, dass die Gäste-Anhänger nach dem Spiel zunächst einer Blocksperre unterlagen. Als die Fans dann das Stadion verlassen durften, sei das USK auf sie losgegangen. "Völlig grundlos, wir wussten nicht, was los ist." Auch Groß' Frau und sein neunjähriger Sohn waren unter den Attackierten. Die Behauptung, seine Frau hätte absichtlich eine Verletzung des Kindes provoziert, bezeichnete Groß als "kompletten Irrsinn".

User diskutieren kontrovers

Auch bei den Usern von tz.de wurde das Thema kontrovers diskutiert. Für "Gemeindeplag" ist die Situation "ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Einige wenige sorgen dafür, dass der Ruf der restlichen in den Dreck gezogen wird und immer eine gewisse "Grund-Gereiztheit" besteht." Andererseits fordert er auch, dass die Polizei ihr Personal sorgfältig auswählt. "Lieber noch weniger, aber verlässliche Polizisten und eine unmissverständliche Führung dieser."

User "Oxtail" beklagt dagegen die grundsätzliche Zunahme von Gewalt: Es gibt doch kaum noch ein Spiel ohne Randale & Verwüstungen. Die Polizei muss einschreiten wegen der "öffentlichen Ordnung" - am Ende aber stehen die noch am Pranger."

bix/Dorita Plange

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