Serie: Die Zukunft in den Vierteln

Das tut sich 2019 im Münchner Stadtteil mit starker US-amerikanischer Prägung

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Rektorin Gianna Kopoulou und Direktor Rudolph Ensing vor der künftigen Europäischen Schule. 

München wächst: Im Jahr 2035 werden rund 300.000 Menschen mehr leben als heute. In den Stadtvierteln wird daher kräftig gebaut. Wir zeigen, wie es künftig aussieht. Diesmal: Giesing.

München - Zwei riesige Wandbilder sollen künftig die Außenfassaden des Stadtwerke-Umspannwerks an der Zehentbauernstraße zieren. Das Mural an der Nordfassade hat der Künstler WON ABC bereits im Herbst fertiggestellt. Gewidmet ist es dem 2015 verstorbenen britischen Konzept- und Fluxus-Künstler Robin Page, genannt Bluebeard, der Professor an der Münchner Kunstakademie war. Das Wandbild an der Martin-Luther-Straße setzt sich künstlerisch mit „100 Jahre Freistaat Bayern“ auseinander. Die 300 Quadratmeter große Arbeit würdigt Revolutionäre. Im Frühjahr soll es fertig werden.

Das Gelände der ehemaligen McGraw-Kaserne soll großflächig überplant werden. Im Dezember wurde das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs präsentiert, 2019 soll nun der Bebauungsplan aufgestellt werden. Im südlichen Teil des Areals sollen unter anderem 250 neue Wohnungen für Staatsbedienstete gebaut werden. Schneller geht es mit rund 130 neuen Wohnungen im Gebäude der ehemaligen „University of Maryland“. In dem Bau gingen einst die Kinder der US-Soldaten zur Highschool, mittlerweile steht es seit Jahrzehnten leer. Noch laufen die Voruntersuchungen in dem denkmalgeschützten Haus, liegt 2019 die Baugenehmigung vor, soll es umgebaut werden. Neben Eineinhalb- bis Zweizimmer-Wohnungen für junge Polizisten und Justizmitarbeiter sollen auch einige Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für junge Familien entstehen.

Giesing: Neue Brücke, neuer Platz und ein Beratungszentrum

Mitte 2019 soll die Machbarkeitsstudie zum Giesinger Steg vorgelegt werden. Bis zum Jahresende soll der Beschluss über das weitere Vorgehen fallen. Es geht um eine Fuß- und Radwegbrücke am Giesinger Berg, die Ober- und Untergiesing verbindet. Derzeit sind die beiden Stadtteile durch die Isarhangkante und mehrere viel befahrene Straßenverbindungen getrennt. Der Steg würde speziell für Radfahrer die Verbindungslücke zwischen dem Gasteig und Harlaching schließen.

Pünktlich zum Beginn des Schuljahres 2019 soll in der Amisiedlung am Perlacher Forst die Zweigstelle der Europäischen Schulein Betrieb gehen. Bis zu 1500 Grundschüler sowie 100 Kindergartenkinder werden die Einrichtung besuchen und die neue Sporthalle mit Außengelände nutzen. Der Bau neben dem S-Bahnhof Fasangarten wurde nötig, weil am Hauptstandort Neuperlach keine Expansionsmöglichkeiten mehr bestanden. Die Schule liegt zusammen mit einem Hotel und einem Nahversorgungszentrum am neuen Auguste-Kent-Platz. Die gebürtige Landshuterin Kent, die 1992 in Cincinnati verstarb, ist quasi die Mutter der mittlerweile über 25 Jahre dauernden Städtepartnerschaft zwischen München und Cincinnati. Zur Gestaltung des Platzes gab es Ende 2018 eine Bürgerbeteiligung. Heuer soll dann die genaue Planung vorgestellt werden.

Bereits im Frühjahr soll endlich das Familien- und Beratungszentrum an der Ecke Chiemgau-/Pöllatstraße bezogen werden können. In dem neuen zweigeschossigen Gebäude kommt außerdem noch eine Notfall-Tagesbetreuungseinrichtung mit Platz für bis zu zehn Kinder im Alter von null bis vier Jahren unter, sowie ein „Wohnen-im-Viertel“-Stützpunkt der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Gewofag mit Nachbarschaftstreff und ambulantem Dienst.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Giesing – mein Viertel“.

Carmen Ick-Dietl

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