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Die neue Höhle der Löwen - Millionen-Projekt für Max und Benny

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Von: Leoni Billina

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Neue Höhle der Löwen: Max und Benny ziehen im Tierpark Hellabrunn bald um.
Neue Höhle der Löwen: Max und Benny ziehen im Tierpark Hellabrunn bald um. © Maria Nicole Fencik/Tierpark Hellabrun

In der Coronakrise kreiste über dem Tierpark Hellabrunn der Pleitegeier. Doch nun geht es mit der neuen Höhle der Löwen voran.

München - Noch wissen die Löwenbrüder Max und Benny nicht, dass ihnen ein Umzug bevorsteht – voraussichtlich im Frühjahr 2022 wird ihr Heim bezugsfertig sein. Gestern fand das Richtfest der neuen Löwen-Anlage in Münchens Tierpark Hellabrunn statt.

Der Rohbau für die Höhle der Löwen steht schon: Insgesamt vier Millionen Euro kostet das Projekt, gefördert durch die Landeshauptstadt und die Stadtsparkasse als langjährigen Partner des Tierparks.

Tierpark Hellabrunn: „Die alte Löwen-Anlage entsprach nicht mehr den Haltungsrichtlinien“

Zoo-Direktor Rasem Baban erklärt, warum die zwei Großkatzen überhaupt umziehen müssen: „Die alte Löwen-Anlage entsprach nicht mehr den Haltungsrichtlinien.“ Die Anlage sei lediglich „geduldet“, also musste möglichst schnell was Neues her – für eine artgerechte Haltung der Tiere. Und mit Blick auf die Baustelle sagt der Chef: „Man kann schon gut erahnen, was für ein großes Außengehege das wird, wenn es fertig ist.“

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Tierpark Hellabrunn: So viel Platz hat der König der Tiere

Auf rund 2.400 Quadratmetern können sich die Könige der Tiere austoben, inklusive überdachter Rückzugsmöglichkeit. Das neue Löwenhaus besteht aus drei Räumen – nur in einen davon werden die Besucherinnen und Besucher des Tierparks durch ein Panoramafenster reinschauen können. Für schöne Savannen-Temperatur sorgen Fußbodenheizung und ein beheiztes Podest. Sowohl drinnen als auch draußen soll alles dem natürlichen Lebensraum der Löwen nachempfunden sein, mit Pflanzen und großen Felsen als Liege- und Aussichtsplätze.

Ein weiterer Grund für den Umzug ist die bisherige Lage des Löwen-Geheges – die passte nicht zum Konzept der Geozonen des Zoos. Bisher lebten Max und Benny nämlich im Thalkirchner Asien in der „Dschungelwelt“. Die neue Anlage ist in der künftigen Geozone Afrika – das passt dann. Früher lebte dort, wo das neue Löwen-Gehege entsteht, die betagte Braunbären-Dame Olga – sie war 2018 im Alter von 41 Jahren verstorben.

Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) ist Aufsichtsrats-Chefin des Tierparks. Sie sagt: „Es ist uns wichtig, dass Max und Benny gut untergebracht sind.“ In ihrem neuen Zuhause könnten sich die Löwen richtig schön austoben.

Bauprojekt im Tierpark Hellabrunn: Das neue Löwen-Gehege soll im Frühjahr 2022 fertig sein.
Bauprojekt im Tierpark Hellabrunn: Das neue Löwen-Gehege soll im Frühjahr 2022 fertig sein. © Marc Mueller

Platz ist genug: „Die Anlage ist so konzipiert, dass nach Jahrzehnten wieder eine Löwenzucht dieser bedrohten Großkatzenart möglich wäre“, erklärt Baban. Bis zu vier Löwen könnten hier leben. Inwieweit sich der Tierbestand in Zukunft verändern wird, steht allerdings noch nicht fest. Auch steht noch nicht fest, wer das alte Gehege der beiden bewohnen wird. Die Corona-Pandemie hat den Tierpark Hellabrunn finanziell in Schieflage gebracht. Sanierungen mussten verschoben werden. Die Zukunft der Löwen im Tierpark Hellabrunn stand zwischenzeitlich auf der Kippe.

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