Münchner Polizei ermittelt

Auf Parkbank: Dieser Pädophile fotografiert nackte Kinder beim Baden

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Auf einer Parkbank sitzend hat dieser Mann mehrmals nackte Kinder im Rosengarten nahe des Schyrenbads fotografiert.

Im Rosengarten am Schyrenbad treibt ein Spanner sein Unwesen. Der Mann fotografiert dort nackte Kinder beim Baden. Der Polizei ist er schon länger bekannt.

München - Im Rosengarten, gleich neben dem Schyrenbad, herrscht Verunsicherung. Seit geraumer Zeit treibt sich dort ein Mann herum, der nackte Kinder beim Baden am idyllischen Bachlauf fotografiert. Bereits mehrere Mütter haben den 45-Jährigen gesehen. Auch die Polizei kennt den Pädophilen und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Eine junge Frau macht ihrer Wut in den sozialen Medien Luft. Sie warnt andere Eltern vor dem Spanner, der von einer Parkbank aus, versteckt zwischen Bäumen und Sträuchern, Fotos von Kindern schießt. „Seine Erregung ist klar zu erkennen“, schreibt sie ebenso entsetzt wie besorgt. Die Frau ruft die Polizei, die den Mann anspricht, ihn auffordert, seine Fotos zu löschen und ihm einen Platzverweis erteilt.

Auf Nachfrage heißt es aus dem Polizeipräsidium: „Das Verhalten des Mannes ist uns bekannt. Unser Fachkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.“ Nach Informationen unserer Zeitung ist der 45-Jährige in der Vergangenheit mit einem ähnlichen Delikt aufgefallen und dafür auch bestraft worden.

Spanner hat sich den Rosengarten wohl gezielt ausgesucht

Der kleine Bachlauf durch den Rosengarten zieht gerade zu dieser Jahreszeit viele junge Eltern mit ihren Kindern an. Auch einige Kindergarten-Gruppen nutzen die ruhige Umgebung hauptsächlich an Vormittagen für eine kühle Erfrischung. Oft kommt es dabei auch vor, dass die Kleinkinder teilweise nur halb bekleidet oder ganz nackt plantschen. Das hat offenbar auch der Spanner mitbekommen, der sich immer öfter in dem kleinen Park nahe der Isar herumtreibt.

Von dieser Parkbank am oberen Bachlauf im Rosengarten aus hat der Mann nackte Kinder fotografiert.

Die Polizei nimmt den Fall ernst und rät besorgten Eltern: „Wenn Sie jemanden sehen, der auf verdächtige Art und Weise Fotos von spielenden und badenden Kindern macht, setzen Sie sofort einen Notruf unter 110 ab oder halten Sie ihre Kinder unter ständiger Beobachtung.“ Laut Polizei sei es auch wichtig, nicht nur andere Erwachsene über die jüngsten Vorfälle zu informieren. Auch die eigenen Kinder sollten für solche Gefahren sensibilisiert werden. Nicht immer sei nämlich gewährleistet, dass Kinder permanent beaufsichtigt sind. Umso wichtiger sei es, dass sie selbst erkennen, wenn sich ein Mensch verdächtig verhält.

Das rät die Polizei im Umgang mit dem Mann

Das Kommissariat für Verhaltensprävention und Opferschutz bietet mit dem Projekt „aufgschaut“ eine Möglichkeit, Kindern einen Leitfaden für solche Situationen an die Hand zu geben. Ziel dieses Projektes sei, Selbstbehauptung und Zivilcourage zu fördern. Den Kindern werden die richtigen Verhaltenweisen dabei spielerisch vermittelt. Die Übungen seien dabei stets auf konkrete Problematiken und Situationen abgestimmt. Wie derart schwierige Situationen zu lösen sind, werde von Experten, Eltern und Kindern gemeinsam erarbeitet. Das erhöhe das Handlungsrepertoire der jungen Menschen und schaffe gleichzeitig mehr Selbstsicherheit in künftigen schwierigen Situationen. Das Fachkommissariat ist unter der Rufnummer 089/291 00 für weitere Informationen zu erreichen.

Einen Pädophilen einfach ansprechen? Davon rät die Polizei übrigens ausdrücklich ab. „Vermeiden Sie eine Konfrontation. Der Täter könnte emotional aufgewühlt sein“, heißt es seitens der Polizei.

Auch Birgit K. (32) würde nicht auf den Spanner zugehen, sondern den sicheren Weg über die Polizei nehmen. Sie sitzt mit ihrer kleinen Lilli an dem ruhigen Bach im Rosengarten. Zum Baden kommt die junge Mutter im Sommer bis zu zwei Mal pro Woche. Den Pädophilen hat sie aber noch nicht gesehen. Sie sagt: „Ich werde in Zukunft wachsamer sein.“ Für die Psychologin sei der Mann aber kein Grund, den Rosengarten plötzlich zu meiden. „Ich vertraue auf die Arbeit der Polizei.“

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