Fahrer auch noch betrunken

Irrer Raser rammt Polizei

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Teilweise einsichtig: Raser Thomas M. auf der Anklagebank

München - Weil er betrunken ein Polizeiauto gerammt hat, muss sich Thomas M. (41) vor Gericht verantworten - und damit rechnen, dass er für lange Zeit in die Psychiatrie eingesperrt wird.

Kein Auto, kein Führerschein und besoffen war er auch. Thomas M. (41) klaute einfach ein Auto. Am 6. Januar 2013 jagte er mit einem gestohlenen Ford Fiesta über die Tegernseer Landstraße zur Autobahn in Richtung Salzburg. Ein Polizeifahrzeug schüttelte der Kaufmann aus Garmisch-Partenkirchen auf brutale Weise ab: Er rammte es! Jetzt sitzt Thomas M. vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts München I und muss damit rechnen, dass er für lange Zeit in die Psychiatrie eingesperrt wird.

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Die Verfolgungsjagd, die er sich mit der Polizei lieferte, war tatsächlich völlig irre. Im Hofoldinger Forst holten zwei Polizisten mit ihrem Dienst-BMW den Autodieb ein und versuchten, ihn mit Winkzeichen zum Anhalten zu bewegen. Trotz Nässe und Schneefall gab Thomas M. Gas und versuchte, auf der ganz linken Spur zu entwischen. Doch die Beamten holten rechts auf. Bei Tempo 120 riss Thomas M. den Ford Fiesta plötzlich nach rechts und rammte den Streifenwagen. Ein Glück, dass der Polizeibeamte am Steuer geistesgegenwärtig reagierte und so einen schweren Unfall vermeiden konnte.
Erst am Irschenberg konnte die Polizei den irren Raser in die Zange nehmen und stoppen. Laut Anklage leidet der 41-Jährige unter einer schizoaffektiven Störung und ist deshalb eine Gefahr für die Allgemeinheit. Jetzt nimmt er brav seine Pillen. Urteil vermutlich am Mittwoch.

Ebu

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