Geständnis vor Gericht

Kerzenständer-Attacke! "Ich wollte sie umbringen"

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Mindestens viermal schlug Lothar W. mit dem schmiedeeisernen Kerzenständer zu. Rosemarie D. überlebte die Schläge – aber: „Ich leide oft an Kopfschmerzen“.

München - Ein Wort des Bedauerns kommt nicht über seine Lippen. Mit einem schweren, 62 Zentimeter langen Kerzenständer aus Eisen schlug Lothar W. (55) auf den Schädel seiner damaligen Freundin Rosemarie D. (45) ein!

Vor Gericht gibt der Gelegenheitsarbeiter zu: „Ich wollte sie umbringen.“

Am frühen Morgen des 17. April 2013 ließ Lothar W. in der gemeinsamen Wohnung an der Candidstraße seiner Wut freien Lauf. Er wollte zur Jobbörse, sie habe noch geschlafen, erzählt er. Da ließ er seiner Wut und Eifersucht freien Lauf. Sie habe ständig mit Männern gechattet, klagt er vor Gericht. Dreimal habe sie ihr Ex-Freund besucht, jammert er: „Ich musste mich immer im Schlafzimmer verstecken.“

Die Tatwaffe

Nun packte er den Kerzenständerund schlug auf den Kopf seiner schlafenden Lebensgefährtin ein. Warum? „Sie wollte nicht arbeiten“, platzt es aus dem Angeklagten auf die Frage der Vorsitzenden Richterin Rosi Datzmann heraus. Das Opfer wachte auf und rannte schreiend zur Tür. „Da habe ich nochmal zugeschlagen“, gibt der Täter zu. Als die Schwerverletzte die Polizei rufen wollte, donnerte er ihr das Teil noch mal auf den Schädel, während sie die Hände schützend über den Kopf hielt. Dabei wurde ihr ein Finger abgetrennt!

Plötzlich die Kehrtwende: Lothar W. rief Polizei und Notarzt. Deshalb ist er nur wegen gefährlicher Körperverletzung und nicht wegen Mordversuchs angeklagt. Rosemarie D.: „Ich leide oft an Kopfschmerzen und Albträumen.“ Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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