Rechtfertigung des Klinikchefs

Klinik-Neubau in Harlaching: „Wir mussten die Reißleine ziehen“

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Klinikchef Axel Fischer musste Fragen zum Klinikum Harlaching beantworten.

Klinikchef Axel Fischer rechtfertigt die Verzögerungen beim Klinik-Neubau in Harlaching. Unterstützt wird Fischer von OB Dieter Reiter.

München - Ärger für Axel Fischer! Der Chef der Münchner Kliniken musste Am Dienstag zum Rapport in den Finanzausschuss. Grund: Der geplante Neubau der Krankenhäuser in Harlaching und Bogenhausen wird deutlich teurer als geplant. Und weil eine komplette Neuplanung erforderlich ist, verzögert sich der Neubau in Harlaching um zwei Jahre von April 2022 auf Februar 2024.

„Harlaching tut uns extrem weh“, sagte Fischer. Leider hätten die alten Planungen nicht mehr funktioniert. „Wir hatten im Jahr 2015 gehofft, dass wir uns Kosten und eine neue Ausschreibung sparen könnten.“ Deshalb habe man auf das Planungsbüro zurückgreifen wollen, das bereits im Jahr 2005 eine Ausschreibung zum Neubau in Harlaching gewonnen hatte. Am Ende sei man sich aber nicht einig darüber geworden, wie der Plan von 2005 an die veränderten Bedingungen von 2015 angepasst werden könnte. „Deshalb mussten wir jetzt die Reißleine ziehen.“

Das Klinikum Harlaching.

Unterstützt wird Fischer von OB Dieter Reiter (58, SPD). Der bezeichnet das Projekt Harlaching zwar als „Verdrussthema“, will aber den Blick nach vorne richten. „Wir werden gemeinsam mit der Geschäftsführung einen Weg finden, damit wir ein neues Krankenhaus in Harlaching noch erleben werden.“

Michael Mattar (FDP) mahnte allerdings, man dürfe nun keinen „Plattenbau“ in Harlaching errichten. Reiter dazu: „Wir werden für das viele Geld schon keine Wellblechhütten bauen. Wir müssen aber auch nicht übertreiben.“

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