Aufstand in Harlaching

Bürger kämpfen gegen die Schließung der Notaufnahme

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Bürgerprotest gegen den Bettenabbau im Klinikum Harlaching.

München - Keine Spar-Notaufnahme im Klinikum Harlaching! Am Samstag haben dort rund 700 Münchner gegen die Sparpläne des Rathauses für das städtische Krankenhaus demonstriert.

Das Klinikum Harlaching soll von 750 auf 545 Betten geschrumpft werden. Das sieht das Sanierungskonzept der Boston Consulting Group (BCG) für die Kliniken vor. Statt der jetzigen Notaufaufnahme soll es in Harlaching künftig nur noch eine Portalklinik geben. „Dort werden dann die Patienten nur stabilisiert und für den Transport in eine andere Klinik fertig gemacht“, kritisiert der Harlachinger Internist Dr. Ulrich Drexel.

Auch am städtischen Klinikum Schwabing soll es künftig nur noch eine Portalklinik geben, voll ausgerüstete Notaufnahmen sind nur noch in Bogenhausen und Neuperlach vorgesehen.

Dr. Drexel: „Ich möchte sehen, wie ein Notfallpatient am Spätnachmittag von Schwabing nach Bogenhausen gebracht werden soll, wenn der ganze Ring im Stau steht.“ Hinzu käme, dass im Münchner Süden in den kommenden Jahren ein Bevölkerungszuwachs von 30 Prozent erwartet werde. Auch die Gemeinden im südlichen Landkreis München kritisieren die Sparpläne.

Dr. Drexels Resümee: „Die Notfallversorgung in München ist gefährdet, wenn das jetzige Konzept umgesetzt wird.“

Nikolaus Hoenning von der Initiative Klinikum Harlaching kritisiert: „Einmal mehr soll hier eine intransparente Entscheidung getroffen werden, ohne die betroffenen Bürger zu beteiligen.“

Johannes Welte

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