Bewusstloser im Becken

Lebensretterin Katharina: Die Heldin vom Schyrenbad

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Dank Katharina Duda (18) hat der Mann überlebt.

München - Sie ist die Heldin vom Schyrenbad: Nur der schnellen Hilfe von Katharina Duda (18) ist es zu verdanken, dass ein 57-jähriger Mann am Sonntag im Schyrenbad gerade noch gerettet werden konnte.

„Zuerst habe ich gedacht, der Mann taucht vielleicht nur am Boden des Beckens.“ Aber als Sekunde um Sekunde verstrich und er nicht mehr auftauchte, war ihr schnell klar: Da stimmt etwas nicht. Sofort sprang Katharina Duda ins Becken und zog den bewusstlosen Mann mit aller Kraft nach oben. „Ich hatte so viel Adrenalin im Blut, ich hab die Anstrengung in dem Moment gar nicht bemerkt“, sagt die Retterin dem Münchner Merkur. Eine Dame im Wasser, die den Mann am Beckenboden auch gesehen hatte, habe ihr sofort geholfen. Ein zweiter Bademeister eilte den beiden zu Hilfe. Gemeinsam brachten sie den Mann an den Beckenrand und setzten den Notruf ab. Die Retter brachten den Bewusstlosen in eine stabile Seitenlage und holten einen Defibrillator. Auf dem Weg in die Klinik kam der Mann wieder zu Bewusstsein. Nach einer ersten Einschätzung der Feuerwehr hatte der Mann einen Krampfanfall im Wasser erlitten.

Die 18-Jährige hat vor Kurzem erst ihr Abitur gemacht, arbeitet seit etwa einem Monat als Bademeisterin im Schyrenbad. „Die Kollegen haben mich gelobt und gesagt, ich habe alles richtig gemacht“, sagt Duda. „Zum Glück passiert hier im Schyrenbad selten etwas Schlimmes.“ Die junge Bademeisterin hat dem 57-jährigen Münchner mit dem schnellen Sprung ins Wasser vermutlich das Leben gerettet. „Er war am Nachmittag schon wieder da und hat sich bedankt“, sagt die 18-Jährige.

Stefanie Wegele

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