Hubschrauber in der Luft

Todes-Drama an Münchner Stadtbach: Mitarbeiter vermisst - Suchaktion nimmt trauriges Ende

Der Auer Mühlbach: Hier ertrank der Mitarbeiter des Klosters.
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Der Auer Mühlbach: Hier ertrank der Mitarbeiter des Klosters.

Beim Müllwegbringen ist ein Mitarbeiter eines Klosters in München in den Auer Mühlbach gestürzt und ertrunken. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

  • Beim Müllwegbringen ist ein Mitarbeiter eines Klosters in München in den Auer Mühlbach gestürzt und ertrunken.
  • An der Suche waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.
  • Er soll stark betrunken gewesen sein.

München* - Gegen 13.45 Uhr ging am Donnerstag (16. Juli) der Notruf bei der Polizei ein. Ein Angehöriger des Archiconvents der Templer teilte mit, dass ein ehrenamtlicher Mitarbeiter vermisst werde, seit er etwas bei den Müllcontainern entsorgen wollte. Das sei bereits etwa eine halbe Stunde her. 

Todes-Drama in München: Suchaktion am Auer Mühlbach nimmt trauriges Ende

Da der 62-Jährige stark betrunken gewesen sei und die Container direkt am Bach stehen, befürchteten die Mitarbeiter, der Mann könnte ins Wasser gefallen sein.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten Mönche das Gelände schon abgesucht und Aufnahmen der Videoüberwachung ausgewertet. Darauf war zu sehen, wie der 62-Jährige schwankend zu den Müllcontainern ging. Sofort rückte die Feuerwehr an, auch ein Hubschrauber der Polizei wurde angefordert, um das Ufer abzusuchen. 

München: Mann stürzt in Auer Mühlbach und ertrinkt - Mönche von Kriseninterventionsteam betreut

Der Templer-Orden in Untergiesing betrauert einen Todesfall.

Etwa eineinhalb Stunden später dann die traurige Gewissheit: Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden denleblosen Körper des Mannes am Stauwehr nahe des Stadions an der Grünwalder Straße bachabwärts. Es ergaben sich keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Die im Templer-Kloster lebenden Mönche wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Der Archiconvent der Templer, oft kurz Templer-Kloster genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, notleidende Menschen zu unterstützen. Die Mitarbeiter geben jeden Tag Lebensmittel an Bedürftige aus. Die Ordensgemeinschaft lebt nach strengen Regeln und in Klausur.

Die Glaubensgemeinschaft wurde im Jahr 1936 von Karl Hirn aus Seeshaupt (Landkreis Weilheim-Schongau) gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen die Mitglieder nach Untergiesing. Im Jahr 1968 erwarb der Orden die ehemalige Unternehmervilla des Hofgoldschmieds und Juweliers Karl Winterhalter von der Stadt und baute sie aus. 1974 wurde der Verein dann Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV), was ihn in den Status der Gemeinnützigkeit versetzte.(Stefanie Wegele - *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.)

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