Betroffene mehr als irritiert

Abschlepp-Aktion am Candidplatz – 28 Autos auf einmal weg: „Schon bisschen ein Witz“

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Christian Eibl (49) unter der Candidbrücke: Hier wurde sein Auto abgeschleppt. 

Den öffentlichen Parkplatz unter der Candidbrücke nutzen Pendler und Anwohner, bis zu 60 Fahrzeuge stehen dort normalerweise. Jetzt ließ die Stadt die Fläche in einer großen Aktion räumen, um Platz für eine Sanierung zu machen – mitten in der Ferienzeit. Betroffene sind sauer.

München – Christian Eibl wollte am Donnerstag nur kurz nach seinem Auto auf dem Parkplatz unter der Candidbrücke schauen. Doch dort erwartete den 49-Jährigen nur gähnende Leere: die Stadt hatte alle Autos abschleppen lassen. Anwohner haben auf der Fläche bisher ihre Fahrzeuge abgestellt. Die groß angelegte Abschlepp-Aktion traf deshalb viele Giesinger – mitten in der Ferienzeit.

Kurzfristig eingerichtete Halteverbotszonen: Autos müssen binnen drei Tagen umgeparkt werden

„Ich bin am Montagmorgen um neun Uhr noch vorbeigefahren. Man ist ja verpflichtet, immer mal wieder nach dem Rechten zu schauen“, sagt Eibl. „Da habe ich noch keine Parkverbotsschilder gesehen.“ Laut Auskunft des Baureferates standen seit Montagfrüh zwei Stelen mit Halteverboten. Einige Autobesitzer konnten der 280-Euro-Abschleppgebühr plus Strafzettel wohl noch entkommen: Von dort geparkten 60 Autos sind schlussendlich 28 betroffen. Pünktlich nach Ablauf von 72 Stunden landeten die 28 Autos in der Kfz-Verwahrstelle, wie Polizei und Baureferat bestätigten.

„Solche Situationen sind oft streitig“, erläutert Christian Köpping, Fachanwalt für Verkehrsrecht. „In München ist es aber sogar so, dass die Ankündigung zwei Tage vorher reicht. Grundsätzlich darf aber nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem letzten Jahr nach 72 Stunden abgeschleppt werden.“ Köpping betont: „Wer sein Auto im öffentlichen Bereich abstellt, muss immer wieder danach schauen.“ Die Halteverbotsschilder müssten allerdings auch sichtbar angebracht werden.

München/Candidbrücke: Parkplatz-Sperrung wegen Sanierungsarbeiten 

Der Grund für die Aktion: Die Fläche am Candidplatz soll laut Baureferat gereinigt und in Absprache mit dem zuständigen Bezirksausschuss saniert werden. Der Platz wird beschildert und markiert. Parken ist dann nur noch exklusiv für Giesinger aus dem Lizenzgebiet möglich.

Trotz aller Rechtmäßigkeit fühlt sich Eibl von der Stadt hinters Licht geführt: „Es ist schon ein bisschen ein Witz. So etwas mitten in der Ferienzeit zu machen, finde ich grenzwertig.“ Der Münchner erklärt: „Ich verstehe die Aktion grundsätzlich. Angeblich gab es viele Bürgerbeschwerden, dass es dort sehr dreckig ist. Es wäre aber auch einfach anders gegangen – ohne vielen Anwohnern eine Abschleppgebühr von insgesamt 300 Euro aufzubrummen.“

Sophia Oberhuber
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Parkplätze sind in München ein knappes Gut: In Schwabing machen jetzt auch noch Hotelgäste den  Anwohnern die Stellplätze streitig. Dass ausgerechnet im engen Glockenbachviertel zahlreiche Parkplätze für den Radl-Highway an der Fraunhoferstraße beseitigt wurden, bringt Bewohner und Geschäftsleute auf die Barrikaden. 

Ein 19-jähriger Schüler ist an den Folgen seines Konsums der Party-Droge Ecstasy gestorben. Besonders tragisch: Er probierte das Betäubungsmittel zum ersten Mal.

Video: Gibt es für falsches Parken bald Punkte in Flensburg?

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Kommentare

milan8888Antwort
(0)(0)

Die U-Bahn Candidplatz wäre der STARTpunkt. ZIEL wäre dann zum Beispiel in nem Gewerbegebiet irgendwo in der Pampas.

JesúsAntwort
(0)(0)

"Die Konsequenz: Bis zum Jahresende muss Peter Hornung ausziehen."
;)

PolentoniAntwort
(0)(0)

"Doch am Mittwoch kassierte Peter Hornung nun eine herbe Niederlage: Das
Landgericht verurteilte ihn überraschend zur Räumung und Herausgabe der
Mietwohnung."

Dann ist er jetzt ausgezogen!