Bei Neubau des Klinikums Harlaching

Die Grünen in München setzen durch, dass jeder bedrohte Baum einzeln geprüft wird

Bäume
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Es ist ein Etappensieg im Kampf um die von Bauarbeiten bedrohten Münchner Bäume. Dank einer Initiative der Grünen. Lesen Sie die Details. 

München - Sowohl beim Neubau des Klinikums Harlaching als auch an der Prinzregentenstraße sollen Bäume weichen (wir berichteten). Am Mittwoch hat der Stadtrat auf Initiative der Grünen beschlossen, in Harlaching für jeden Baum einzeln zu prüfen, ob eine Fällung wirklich unumgänglich ist. An der Prinzregentenstraße soll ein weiterer Ortstermin Klarheit schaffen. Allerdings steht die Klinik unter Zeitdruck. Bis spätestens Februar kommenden Jahres müssen die Bäume gefällt werden, sonst verzögern sich die Arbeiten am Klinik-Neubau um ein Jahr. Die Fällung von Bäumen ist nämlich nur in einem kurzen Zeitfenster im Winter zulässig. 

Grünen-Stadträtin Sabine Krieger stellte in der Vollversammlung des Stadtrats klar, dass es ihr nicht darum geht, den Bau zu verzögern: „Wir stehen zu dem Projekt und uns ist klar, dass dafür auch Bäume fallen müssen.“ Allerdings seien auch Bäume mit einem Stammumfang von bis zu zwei Metern zur Fällung vorgesehen.. „Einige dieser Bäume stehen dort, wo lediglich Zufahrten oder Parkplätze für die Bauzeit geplant sind“, sagt Krieger. Hier soll jetzt im Einzelfall geprüft werden, ob ein Baum wirklich gefällt werden muss. Stadtkämmerer Ernst Wolowicz machte sich den Antrag der Grünen zu eigen. Ohnehin sei vorgesehen, dass die Untere Naturschutzbehörde über jeden Einzelfäll-Antrag entscheiden müsse. An der Prinzregentenstraße soll ein neuer Ortstermin jetzt klären, ob die 13 alten, über zehn Meter hohen Bäume am Eisbach fallen müssen, damit während der Fahrbahnsanierung alle Fahrspuren erhalten bleiben. „Auch hat sich gezeigt, dass das Interesse der Bürger am Erhalt der Bäume groß ist“, sagte Krieger am Mittwoch im Stadtrat.

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