Gentrifizierungsgegner mucken auf

Hass auf Makler: Wieder ein Anschlag auf Münchner Immobilienbüro 

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Makler-Hass: Die Täter warfen an dem Immobilienbüro in der Humboldtstraße die Scheiben ein.

Der Münchner Wohnungsmarkt ist der teuerste in der Republik, sehr zum Frust einiger Linksradikaler, die ihren Unmut darüber mit Sachbeschädigung äußern - so auch im Falle eines Immobilienbüros in Untergiesing, dass bereits zum dritten Mal mit Steinen beworfen wurde.

Schon zum dritten Mal ist die Münchner Immobilienfirma Finestep in Untergiesing Opfer eines Anschlags von Tätern mutmaßlich aus dem linken Spektrum geworden: Diesmal warfen Unbekannte einen Kanaldeckel und Steine in die Schaufensterscheiben des Büros an der Humboldtstraße. Alles ging zu Bruch. „Das war am Mittwoch gegen halb 3 in der Nacht“, berichtet Christian Ebert (29), der Teilzeit bei der Immobilienfirma arbeitet. Es entstand ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. 

Polizei sucht nach Zeugen

Laut Polizei beobachtete ein Zeuge mitten in der Nacht drei schwarz gekleidete, vermummte Personen, die zuerst die Scheiben zerstörten und dann auf Fahrrädern die Humboldtstraße Richtung Isar entlangfuhren. Jetzt ermittelt das Kommissariat 43, zuständig für politisch linksmotivierte Straftaten, und sucht Zeugen unter der Nummer 089/2910-0.

Immobilienbüro schon vor der Eröffnung angegriffen

Finestep wurde nicht das erste Mal Ziel eines Anschlags: Schon bevor die Firma überhaupt eröffnete, warfen Unbekannte im vergangenen August Steine in die Fenster. Die Immobilienfirma musste die Eröffnung verschieben. Damals brachen vier Schaufensterscheiben, auch zwei Scheiben an Lager- und Büroräumen wurden zerstört. Im November wurden dann erneut Pflastersteine gegen die Scheiben des Büros geworfen.

Anschläge auf Immobilienbüros in München sind keine Seltenheit

Immer wieder gibt es in der Landeshauptstadt Anschläge auf Immobilienfirmen. Womöglich stecken hinter vielen Taten Gentrifizierungsgegner. Der wohl markanteste Anschlag datiert auf Februar 2018: Da ging auf der Baustelle des alten Viehhofs ein 280 000 Euro teurer Bagger in Flammen auf. 

Die Polizei ging von Brandstiftung aus und vermutet die Täter offenbar im linken Spektrum. Hintergrund könnte sein, dass auf dem Gelände neben dem Neubau des Volkstheaters neue Wohnungen geplant sind. Möglich ist, dass die Täter eine Luxussanierung befürchten. Immer wieder gibt es Anschläge in diese Richtung.

Stefanie Wegele

Schmierereien, Steinwürfe, sogar Brandstiftung! Immer wieder schlagen linksextreme Vandalen in der Isarvorstadt zu. Erst in der Nacht auf Dienstag wurde ein Auto an der Klenzestraße angezündet. Im Januar haben Gentrifizierungsgegner die Glockenbachsuiten mit Farbbeuteln beworfen und auch das noble Wohnquartier am Roecklplatz ist immer wieder Graffiti-Attacken ausgesetzt.

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