„Was soll der Schmarrn?“

Räuber hält ihr Pistole an Kopf: Ungerührte Münchnerin (84) feuert bairische Schimpftirade ab

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Kann nichts erschüttern: Karola Bauer (84). 

2017 überfielen fünf bewaffnete Räuber ein Juweliergeschäft in Harlaching. Die 84-jährige Karola Bauer wurde von einem der Männer mit einer Pistole bedroht, trotzdem hatte sie den Mut ihn zu beschimpfen.

München - So viel Mut muss man erst einmal aufbringen: Selbst als ein maskierter Räuber der ihr in ihrem Juweliergeschäft eine Pistole an den Kopf hielt, beschimpfte die Münchnerin den Täter auf Bairisch: „Bist blöd! I bin a alte Frau, was soll der Schmarrn?“

Überfall in München: Karola Bauer (84) kann „nichts erschüttern“

Karola Bauer ist heute 84 Jahre alt. Der schwere Überfall auf den Schmuckladen Bauer in Harlaching ereignete sich bereits vor zwei Jahren. „Ja, meine Mutter ist ein Kriegskind. Sie kann nichts erschüttern“, sagt ihr Sohn und Inhaber Franz Bauer (61). Schmuck im Wert von über 300.000 Euro wurde damals gestohlen. Bis heute ist nichts davon wieder aufgetaucht.

Am Dienstag wurde der Prozess gegen Arunas J. (30), einen der insgesamt fünf Räuber, vor dem Landgericht eröffnet. Der Mittäter Artiomas T. (34) wurde bereits zu neun Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich beim Einschlagen der Vitrinen am Finger verletzt und blutete. Sowohl J. als auch der jetzige Angeklagte konnten aufgrund ihrer DNA-Spuren gefasst werden.

Einer der Mittäter des Raubüberfalls: Arunas J. wurde in Handschellen ins Gericht geführt.

Überfall auf Juwelier in München: Die Täter gingen brutal vor

Die Täter gingen brutal und ungewöhnlich vor: In Sportkleidung und mit einem Basketball in der Hand stürmten die Männer in das Geschäft und sprühten den Mitarbeitern ein gefährliches Gemisch aus Tränengas und Chili ins Gesicht. Das Spray wird beispielsweise in Moldawien benutzt, um Bären zu vertreiben.

Ihre Reise nach Portugal liegt bereits drei Jahre zurück. Jetzt hat eine Frau aus München eine kuriose Rechnung erhalten - schon wieder. Ebenfalls in München sorgen mysteriöse Vorfälle in einem Treppenhaus für Verwunderung. 

Seit 38 Jahren führt Franz Bauer das Geschäft seiner Eltern, das 1952 gegründet wurde. Er sei am besagten Tag auf einem Termin gewesen. Am Tatort fand er dann schockierte Mitarbeiter und buchstäblich einen Scherbenhaufen vor. Die Räuber hatten mit Hammern die Glasvitrinen eingeschlagen. Zwei Einbrüche haben die Bauers bisher zu verkraften gehabt, aber nie einen Überfall in diesem Ausmaß: „Wenn das noch einmal passiert, dann sperre ich zu“, sagt Bauer. „Ich brauch kein Loch im Kopf!“ 

Derweil stellt in ebenfalls in München eine 40 Kilo schwere Holzfigur die Polizei vor ein Rätsel. Für einen Zeugen der den richtigen Tipp füreinen brutalen Überfall auf einen Münchner gibt, winkt eine Belohnung. 

Video: Serien-Bankräuber vor Gericht

Tina Layes

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